Fricke: „Typisch deutsche“ Olympiazeugnisse wertvolle Grundlage
Der Vorstandsvorsitzende des DOSB zeigt sich zufrieden mit dem Prozess und wehrt sich gegen Kritik.
Otto Fricke hat sich mit dem Evaluierungsprozess der vom DOSB eingesetzten Kommission „sehr zufrieden“ gezeigt. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes nannte das Ergebnis, das die Kommission am Dienstagabend vorgelegt hatte, „zwar typisch deutsch, weil sehr detailreich“. Doch mit der ausführlichen Bewertung der drei Olympiakonzepte sei eine wertvolle „Grundlage“ für die Delegierten der Mitgliederversammlung geschaffen worden.
DOSB stimmt über Olympia-Bewerber ab
Am Samstag stimmen in Baden-Baden die 42 olympischen Fachverbände, das zehnköpfige Präsidium des DOSB und sieben persönliche Mitglieder über den deutschen Bewerber beim IOC für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ab. Die Evaluierungskommission bewertete dafür die Kampagnen aus München (87,03 Punkte), Köln/Rhein-Ruhr (85,02) und Berlin (74,64). „Man möchte ein großes Ziel erreichen, und dafür muss man hart und viel arbeiten, und das hat gut funktioniert, finde ich“, sagte Fricke.
Der frühere Bundestagsabgeordnete der FDP gehörte wie DOSB-Präsident Thomas Weikert und weitere Vertreter der Spitzenverbände und der Bundespolitik zu den stimmberechtigten Mitgliedern der Kommission. Der Kritik an der Methodik, die aus Berlin geäußert wurde, hielt Fricke entgegen: „Wenn jemand uns vorwerfen würde, wir hätten die Kriterien auf einen Bewerber zugeschnitten, könnte ich das nachvollziehen. Aber das kann ich wirklich nicht erkennen. Dafür sind auch die Punktzahlen zu differenziert.“
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Insgesamt blickt Fricke auf einen aus seiner Sicht gelungenen Olympiaprozess zurück, der mit der Kür des nationalen Bewerbers einen vorläufigen Gipfel erreicht. Die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für die Spiele 2036 ist für 2029 angekündigt. „Ich messe Erfolg nicht nur daran, was man erreicht hat, sondern auch daran, welche Hindernisse man überwunden hat, um an eine bestimmte Stelle zu kommen. Und da ist schon viel für den Sport erreicht worden“, sagte Fricke.