Olympia: Ikone will für München werben

von SID
Olympia: Ikone will für München werben

"Wir alle sind angehalten, diese Bewerbung zu unterstützen", sagt der vierfache Olympiamedaillen-Gewinner Timo Boll in einem Interview.

Die deutsche Tischtennis-Ikone Timo Boll will sich als Botschafter für die an München vergebene deutsche Olympiabewerbung starkmachen. „Insbesondere in China kann ich mir schon vorstellen, die Werbetrommel zu rühren“, sagte der 45-Jährige, der im Sommer vergangenen Jahres seine Karriere beendet hatte, in einem Interview mit Münchner Merkur/tz. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte den siebenmaligen Olympiateilnehmer ins Spiel gebracht.

Er habe sich bis zur deutschen Vorentscheidung für die Bewerbung von Köln/Rhein-Ruhr eingesetzt, sagte Boll, betonte aber: „Jetzt ist es München geworden und wir sind alle angehalten, diese Bewerbung zu unterstützen. In welcher Funktion und in welcher Intensität wird man besprechen.“ Olympische Spiele seien für ihn „immer etwas sehr Besonderes“ gewesen, ergänzte er, „deshalb bin ich grundsätzlich für Olympische Spiele in Deutschland“.

„Spiele in Deutschland hätten eine unglaubliche Bedeutung“

Boll gewann bei seinen sieben Olympia-Teilnahmen zweimal Silber (2008 und 2021) sowie zweimal Bronze (2012 und 2016) – jeweils mit der Mannschaft. Bei den Spielen in Rio de Janeiro 2016 war er bei der Eröffnungsfeier Fahnenträger des deutschen Teams. „Die Magie, die von den fünf Ringen ausgeht, kann man kaum in Worte fassen“, sagte er. Vor allem in Asien genießt Boll eine enorme Popularität.

Von einer erstmaligen Rückkehr Olympischer Spiele nach Deutschland seit 1972 in München verspricht sich Boll einen großen Schub. „Spiele in Deutschland hätten eine unglaubliche Bedeutung für den deutschen Sport, weil sie Interesse und Begeisterung für viele Sportarten entfachen, die im Tagesgeschäft leider immer übersehen oder übergangen werden“, sagte er.