„Krise“: Ballack und Hamann schlagen bei Hoffenheim Alarm

Ilzer wettert wegen Nations League
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Ilzer wettert wegen Nations League

Die TSG Hoffenheim hat nach fünf Spieltagen nur drei Punkte auf dem Konto. Die Kritik an Christian Ilzer wird immer lauter. Auch Michael Ballack und Didi Hamann wählen strenge Worte für die Situation in Hoffenheim.

Hoffenheims Horrorstart ist perfekt. Nach der späten Niederlage gegen den HSV ist die Stimmung in Sinsheim düster. Nach fünf Spieltagen steht man mit nur drei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. In der Liga verlor man vier von fünf Partien, beim Auftakt in der Europa League enttäuschte man gegen OFI Kreta auf ganzer Linie (0:2).

DAZN-Experte Michael Ballack fasste Hoffenheims Situation mit deutlichen Worten zusammen: „Jetzt ist es eine Krise. Gegen Paderborn und Hamburg zu Hause null Punkte ist kein Zufall mehr. Die guten Ansätze, die sie in den ersten Spielen gezeigt haben, sind dann auch nicht wichtig genug, wenn man sie nicht in Punkte ummünzen kann.“

Für Christian Ilzer wird es nach nur einem Sieg in den letzten sechs Partien eng
Für Christian Ilzer wird es nach nur einem Sieg in den letzten sechs Partien eng Für Christian Ilzer wird es nach nur einem Sieg in den letzten sechs Partien eng © IMAGO/foto2press

„Gegen Gegner, die sie schlagen müssen, zu verlieren, darf Hoffenheim mittlerweile nicht mehr passieren. Jetzt wird man sicherlich auch die Köpfe zusammen stecken“, prognostiziert der ehemalige DFB-Kapitän.

Hamann: „Im Moment eine schlechte Mannschaft“

Auch Didi Hamann hielt sich bei Sky nicht zurück: „Gute Mannschaften finden Wege, zu gewinnen. Schlechte finden einen Weg, nicht zu gewinnen. Da sind sie im Moment.“

Vor allem die Defensive der Sinsheimer lässt zu wünschen übrig. In fünf Spielen in der Bundesliga kassierte man 13 Gegentore. Dabei sind die Ergebnisse meist knapp: Dreimal verlor man mit einem Tor Unterschied, einmal mit zwei.

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Hamann sieht das Problem auch in der Mentalität der Hoffenheimer: „Da spielt wahrscheinlich der Kopf und das Selbstvertrauen auch eine Rolle nach dem holprigen Start. Sie müssen schleunigst schauen, dass sie aus dieser Spirale rauskommen.“

Hoffenheim ist nicht abgezockt genug

Es ist aber nicht alles negativ in Sinsheim, wie der Ex-Bayern-Profi anmerkte: „Sie haben natürlich auch schon sehr gute Gegner gehabt, das darf man auch nicht vergessen. Und heute waren sie auf dem Weg und die Gelb-Rote Karte von Bernardo war dann der Knackpunkt, oder hat das Spiel gedreht.“

Tatsächlich sprach der Spielstand vor der Roten Karte von Bernardo für die Kraichgauer. 2:1 stand es in Sinsheim. Auch Fisnik Asllani gab der Ampelkarte die Schuld für den Bruch im Spiel: „Ich glaube, dass wir kein schlechtes Spiel machen bis zur Gelb-Roten Karte. Natürlich ist es immer schwierig, wenn man in der Bundesliga mit einem Mann weniger spielt.“

DFB-Neuling Bambasé Conté fand dafür etwas härtere Worte: „Wir waren in den entscheidenden Momenten einfach nicht wach genug. Die gelb rote Karte spielt den Hamburgern natürlich in die Karten. Trotzdem muss man sowas manchmal dreckig weg verteidigen.“

Muss sich Ilzer schon Sorgen machen?

Christian Ilzer, Hoffenheims Cheftrainer, hat sich nach einer brillanten Vorsaison einiges an Hypothek aufgebaut. Sollte sich die Formkurve der Kraichgauer nicht schnell verbessern, dürfte aber auch der Österreicher um seine Position bangen. Hamann warnt: „Jetzt müssen sie schauen, dass sie ein, zwei Anpassungen machen und sie das wieder drehen. Das ist keine ungefährliche Situation.“

Am Donnerstag trifft Ilzer mit seinem Team in der Europa League auf Besiktas Istanbul. In Sinsheim werden zahlreiche türkische Fans erwartet. Keine einfache Ausgangslage für Ilzer. Viel wegweisender wird aber die Bundesligapartie am nächsten Sonntag sein, wenn Hoffenheim in Gladbach gastiert.

Der Vorletzte trifft im Abstiegskracher auf den Stand jetzt Tabellenletzten. Spätestens dann wird sich zeigen, wo sich Hoffenheim im Laufe der Saison einordnen muss.

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