Entsetzen nach Kollektivversagen von Eintracht Frankfurt

Hütter über Koch: “Erwarte mir von einem Kapitän etwas anderes!“
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Hütter über Koch: “Erwarte mir von einem Kapitän etwas anderes!“

Eintracht Frankfurt kassiert gegen RB Leipzig eine heftige Klatsche. Im Nachhinein sind die Spieler und Trainer Adi Hütter bedient - und wählen deutliche Worte.

Diese Klatsche sorgt für Entsetzen. Das 0:6 gegen RB Leipzig hat bei Eintracht Frankfurt viele Schwächen schonungslos offenbart. Der Auftritt des Teams von Trainer Adi Hütter im Bundesliga-Topspiel sorgt für viele Fragezeichen. Nach der Partie reagieren Hütter und seine Schützlinge mehr als deutlich.

Das Spiel für die Frankfurter fing schon überhaupt nicht nach Plan an. Bereits nach 43 Sekunden führten die Leipziger mit 1:0. „Es war natürlich ein katastrophaler Start und das ganze Spiel war für uns heute zum Vergessen“, bewertete Stürmer Jonathan Burkardt den Beginn der Partie am Sky-Mikrofon.

Besonders bitter für den Nationalspieler: Seine Eltern waren extra mit ins Stadion nach Leipzig gereist. „Mir tut es sau leid für meine Eltern, die extra nach Leipzig gefahren sind und sich so eine Scheiße angucken müssen“, entschuldigte sich der 26-Jährige.

Eintracht Frankfurt ließ sich von RB Leipzig abschießen
Eintracht Frankfurt ließ sich von RB Leipzig abschießenEintracht Frankfurt ließ sich von RB Leipzig abschießen© IMAGO/Jan Huebner

Auch Keeper Noah Atubolu wurde dort deutlich: „Wie wir in dieses Spiel hier reingehen, ist unterirdisch. Die Art und Weise, wie du hier sechs Tore heute bekommst, geht ganz und gar nicht. Wir verlieren hier 6:0. Das ist etwas, wofür wir uns schämen müssen, was so nicht weitergehen darf.“

Atubolu: „Wir müssen uns schämen“

„16 Gegentore nach fünf Spielen ist ein Brett! So kann es auf gar keinen Fall weitergehen. Wir spielen alle für Eintracht Frankfurt, für einen der größten Vereine in Deutschland. Hier kommen 3500 Fans nach Leipzig, und wir verlieren 6:0. Wir müssen uns schämen“, sprach sich der Torwart den Frust von der Seele.

Die Defensive zeigte sich über das gesamte Spiel wacklig und konnte dem Offensivdrang der Leipziger überhaupt nichts entgegenbringen. „Wenn du 0:6 in einem Bundesligaspiel auswärts verlierst, muss man sich auch schämen“, stellte auch Hütter klar. „Wenn man die Tore anschaut: einfach viel zu einfach, viel zu billig. Das muss ich ganz klar sagen, das ist nicht bundesligatauglich. Ich bin sehr enttäuscht heute, was das Ergebnis betrifft“, ärgerte er sich. Laut Burkardt habe die Eintracht „wirklich total sorglos verteidigt, das fängt vorne an. Das war schon krass heute“.

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Hütter setzt Statement mit Koch-Auswechslung

Als Konsequenz auf das 0:4 zur Pause setzte Hütter ein Statement und ließ seinen Kapitän und Innenverteidiger Robin Koch in der Kabine. Der Grund für den Wechsel? „Als Führungsspieler war die Leistung für mich einfach auch zu wenig. Deswegen habe ich ihn auch ausgetauscht und das muss ein Führungsspieler auch einmal aushalten“, kritisierte Hütter.

Das Thema Führungsspieler stieß Burkardt besonders sauer auf. „Wir Führungsspieler haben heute ganz klar wieder versagt. Das muss man so ehrlich sagen. Wir verlieren 0:6 und dann sind genau die Jungs gefragt, die den Laden zusammenhalten sollen und das haben wir wieder nicht geschafft. Das war hart“, adressierte der Stürmer die tragenden Säulen des Vereins. „Jeder hat dann seinen eigenen Kopf hier und es hat an Verantwortung fehlt, die jeder Spieler für sich selbst übernimmt“, führte er aus.

Auch Matthäus kritisiert Frankfurts Führungsspieler

Ähnlich sah es auch Sky-Experte Lothar Matthäus: „Die haben die Verantwortung heute nicht auf den Platz gebracht. Die Mannschaft war null organisiert und dann ist eben dafür ein Koch verantwortlich, ein Burkardt verantwortlich, ein Doan verantwortlich“, nahm auch Matthäus die Führungsspieler in die Pflicht.

„Auch die Namen wie Knauff und Collins, die Eintracht Frankfurt ja mittlerweile kennen müssen nach drei, vier Jahren. Sie müssen ja auch wissen, was sie zu tun haben in einer Mannschaft, wenn sie mal nicht funktioniert. Kompaktheit, Gemeinsamkeit. Das ist den Frankfurtern vor allem in der Defensive heute gar nicht gelungen“, führte der 65-Jährige kritisch aus.

Nach fünf Spielen liegt die Eintracht mit fünf Zählern nur auf Platz 13 der Tabelle. Die 16 Gegentore werden lediglich von Union Berlin (17) überboten.

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