Handspiel von Schick? „Weiß nicht, was der VAR beruflich macht“
Nach der Entscheidung beim Treffer für Bayer Leverkusens herrscht bei Mainz 05 Frust. Stefan Posch wird deutlich.
Stefan Posch verstand die Welt nicht mehr, dabei hatte er die viel diskutierte Szene noch gar nicht gesehen. „Ich weiß nicht, was der Videoschiedsrichter beruflich macht, aber heute hat er scheinbar nicht hingeschaut“, sagte der Innenverteidiger des FSV Mainz 05. Das Tor von Bayer Leverkusens Jarell Quansah (55.), bei dem zuvor Stürmer Patrik Schick den Ball an die Hand bekommen hatte, sei für ihn ein „entscheidender Punkt“ gewesen.
„Klar“ sei das ein strafbares Vergehen gewesen, sagte Posch nach der 3:4 (2:2)-Heimniederlage gegen die Werkself. Er gab zu, er müsse sich „das nochmal angucken, aber wie ich es gehört habe, nimmt er den Ball ja sehr vorteilhaft für sich mit. Wenn das kein Handspiel ist, weiß ich nicht, was es dann ist.“ Schick war der Ball bei seiner Annahme vom Bauch direkt an die Hand und von da aus zu Quansah gesprungen, der erst mit seinem Schuss scheiterte, dann aber per Kopf den Abpraller einnetzte.
Mit Schiedsrichter Max Burda habe Posch nicht geredet, „aber zu Nadiem Amiri hat er gesagt, es war kein Hand“, so der Österreicher. Anscheinend sei das Vergehen nicht als unmittelbar vor der Torerzielung ausgelegt worden. „Mir wurde gesagt, wenn der Torschütze den Ball mit der Hand spielt, wäre es wohl eins gewesen“, sagte der Mainzer Sportdirektor Niko Bungert: „So wäre es nach Regelwerk wohl ein reguläres Tor.“ Dennoch sei das „sehr bitter und fühlt sich unfair an“.
Mainz-Trainer Urs Fischer, der an der Seitenlinie nach dem Tor und während der Überprüfung durch den VAR protestiert hatte, entzog sich der Debatte nach der Partie. „Ich sollte heute nicht über den Schiedsrichter sprechen“, sagte Fischer und suchte die Ursachen lieber in den eigenen Reihen: „Unser Spiel war heute einfach zu wenig gut, dann gilt es, über die Fehler zu sprechen, die wir heute gemacht haben.“