Uli Hoeneß sieht FC Bayern klar benachteiligt
Hoeneß enthüllt internen Ärger nach Eberl-Aussage
Uli Hoeneß schießt gegen die UEFA und sieht den FC Bayern als "Leidtragenden". Anlass ist die zurückliegende Länderspielpause.
Wird die Bundesliga in dieser Saison endlich mal wieder spannend? Nach fünf Spieltagen führt Borussia Dortmund die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung vor dem FC Bayern an, auch weil der FCB in Augsburg nicht über ein Unentschieden hinauskam. Auch der SC Freiburg kann noch vorbeiziehen. Ehrenpräsident Uli Hoeneß glaubt dennoch nicht, dass sich die Münchner Sorgen um die Meisterschaft machen müssen – und holt stattdessen zu einer Attacke auf die UEFA aus!
Grund dafür? Die jüngste Länderspielpause, in der die nationalen Ligen erstmals zwei volle Wochen pausierten und die Nationalmannschaften gleich vier Spiele absolvierten. In einer Saison nach einer Weltmeisterschaft sei diese Pause Gift, um sich einzuspielen. „Wir sind der große Leidtragende dieser langen WM. Unsere Spieler kamen ja sehr spät zurück, mussten dann in Urlaub gehen“, sagte Hoeneß der Bild.
„Ich finde es von der UEFA eine Katastrophe, vier Wochen nach Bundesliga-Beginn schon zwei Wochen Pause zu machen. Wir haben 18 Spieler auf Reisen gehabt. Dass da der Rhythmus verloren geht, ist doch ganz normal“, polterte Hoeneß weiter.
An die meisten betroffenen Klubs hat der langjährige Bayern-Macher einen klaren Appell: „Die Vereine müssten sich endlich mal durchsetzen!“ Schließlich bezahlen die Klubs die Spieler – „und nicht die Nationalmannschaften“.
Auch Bayern-Präsident Hainer klagt über Belastung
Die Nations League, in der das DFB-Team in den ersten vier Spielen lediglich fünf Punkte sammeln konnte und um den Einzug in die K.o.-Phase bangen muss, sieht Hoeneß als „albernen Wettbewerb“ und kommt zu einem klaren Fazit: „Das ist der Witz des Jahres!“
In eine ähnliche Kerbe schlug am Sonntag auch Bayern-Präsident Herbert Hainer: „Keine andere Mannschaft in der Bundesliga und auch international ist so belastet wie wir es waren. Unsere Nationalspieler sind mehr beansprucht als die Gegner in der Bundesliga. Das hat man gestern auch gemerkt.“