Völler spricht im Doppelpass über Klopp-Neubeginn

Nach seiner Klopp-Schwärmerei muss Völler zahlen
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Nach seiner Klopp-Schwärmerei muss Völler zahlen

DFB-Sportdirektor Rudi Völler blickt im FIROCKX Doppelpass auf die Zeit von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann zurück - und zieht ein Fazit über den ersten Lehrgang von Jürgen Klopp. Zudem übt Völler Kritik an der XXL-Länderspielphase.

Rudi Völler hat am Sonntagmorgen im FIROCKX Doppelpass auf SPORT1 Klartext gesprochen. Besonders ausführlich wurde der DFB-Sportdirektor, als es um Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann, dessen Nachfolger Jürgen Klopp sowie um die zurückliegende XXL-Länderspielperiode ging.

Wie schon in der Vergangenheit mehrmals getan, probierte Völler, Nagelsmann erneut zu schützen: „Ich stehe zu meinen Aussagen, dass er teilweise schon vor der WM, auch wenn er hin und wieder medial ein paar Fehler gemacht hat, einen Tick zu hart kritisiert worden ist.“ Dennoch betonte der 66-Jährige, dass sich Nagelsmann natürlich auch den sportlichen Resultaten stellen musste und die „waren einfach nicht gut. Das ist einfach so und deshalb ging es auch nicht weiter.“

DFB-Sportdirektor Rudi Völler zusammen mit Bundestrainer Jürgen Klopp
DFB-Sportdirektor Rudi Völler zusammen mit Bundestrainer Jürgen KloppDFB-Sportdirektor Rudi Völler zusammen mit Bundestrainer Jürgen Klopp© IMAGO/HMB-Media

Klopp? „Ich war auch ein bisschen neugierig“

Anschließend leitete Völler auf Klopp über und lobte den neuen Bundestrainer: „Wie man die letzten Wochen sehen, erleben und hören konnte, macht er das sehr gut, auch wenn die Ergebnisse jetzt nicht perfekt waren.“ Der DFB-Sportdirektor hielt es für den richtigen Schritt, für die zweiwöchige Länderspielperiode, in der vier Nations-League-Spiele absolviert wurden, zwei Kader zu nominieren. Zum einen wegen der Belastungssteuerung der Spieler und zum anderen, um so viele Akteure wie möglich kennenzulernen.

Der 66-Jährige erzählte, dass Klopp seine Spielidee seinen Schützlingen „unglaublich gut erklärt“ habe. Auch für ihn persönlich sei sie neu gewesen. „Ich war auch ein bisschen neugierig. Wir hatten zwar über die Jahre immer wieder mal Kontakt, aber die Art und Weise, wie er auf dem Trainingsplatz mit seinem Trainerteam oder auch in den Besprechungen den jungen Spielern das beibringt, das war schon beeindruckend“, erklärte Völler.

Auf Nachfrage führte er nochmal detaillierter aus: „Einfach die Art und Weise, wie wir spielen lassen, das konnte man sehen in dem einen oder anderen Spiel. Es hat noch nicht alles geklappt, da muss man ein bisschen Geduld haben. Und das war eindrucksvoll. Das hat mir schon gefallen, weil es nichts nützt, nach der dritten WM, einfach so weiterzumachen.“

DEINE MEINUNG

Kritik an der XXL-Länderspielperiode

Völler übte darüber hinaus Kritik an der dreiwöchigen Länderspielpause – und verriet, dass auch Klopp kein Fan davon war: „Ich habe mit Jürgen Klopp noch lange wegen diesen vier Spielen telefoniert, der das auch so sieht.”

Laut Völler war es zwar „vielen ein Dorn im Auge“, dass es in der Vergangenheit im Herbst drei Länderspielpausen gab und der Wunsch aufkam, es auf nur noch zwei Abstellungen zu verkürzen. „Aber die Lösung ist natürlich nicht gut“, kritisierte der DFB-Sportdirektor.

Er fügte hinzu: „Wir haben es gut geregelt durch Jürgen Klopp, der es natürlich auf zwei Kader reduziert hat, dann geht das. Auch für die Vereine war das natürlich okay, aber viele Länder können das gar nicht. Die müssen dann permanent durchspielen und dann ist natürlich die Verletzungsgefahr enorm.”

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Völler hofft auf Umdenken bei FIFA und UEFA

Ein noch größeres Problem sieht Völler im nächsten Jahr auf Verbände, Spieler und Vereine zukommen. „Im nächsten Jahr wird es auch problematisch, da habe ich mit Jürgen schon darüber gesprochen, dann haben wir wahrscheinlich vier Quali-Spiele am Stück, da kannst du nicht mehr rotieren“, sagte der 66-Jährige.

Aus diesem Grund ergänzte Völler abschließend: „Wir hoffen alle, dass die FIFA beziehungsweise die UEFA das nochmal überdenkt und das vielleicht wieder ändert. Weil das kann es nicht sein, dann lieber drei und drei (Spiele) oder wieder zurück zur alten Regelung.”

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