Tennis-Olympiasiegerin Zheng holt den Titel in Peking
Die Chinesin meldet sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurück. Eine schwere Verletzung hatte sie weit zurückgeworfen.
Olympiasiegerin Zheng Qinwen hat als erste Chinesin das hochklassig besetzte Tennisturnier in Peking gewonnen und sich damit endgültig in der Weltspitze zurückgemeldet. Die 24-Jährige bezwang im Finale am Sonntag die Russin Mirra Andrejewa 7:5, 6:4. Für Zheng war es der erste Turniersieg seit fast zwei Jahren (Tokio).
Eine Operation am rechten Ellenbogen hatte die einstige Nummer vier der Weltrangliste nach ihrem olympischen Erfolg im Stade Roland Garros weit zurückgeworfen. In Peking war sie daher auf eine Wildcard angewiesen – und nutzte diese perfekt aus. Während Spitzenspielerinnen wie US-Open-Siegerin Jelena Rybakina (Kasachstan) und die Weltranglistenzweite Aryna Sabalenka (Belarus) früh ausschieden, kämpfte sich Zheng Runde um Runde weiter.
Im Ranking klettert sie dadurch am Montag auf Platz 23, Finalverliererin Andrejewa (19) darf sich immerhin mit einem neuen Karrierehoch trösten. Die French-Open-Siegerin wird erstmals auf Position drei gelistet werden, vor ihr stehen nur noch Sabalenka und Branchenführerin Rybakina.
Für den vierten Titel der Saison nach Adelaide, Linz und Roland Garros reichte es trotz Satzbällen im ersten Durchgang jedoch nicht. Zheng, die bereits bei den US Open mit dem Einzug ins Viertelfinale überzeugt hatte, wehrte beim Stand von 4:5 alle drei ab und ging in Führung. Das Match blieb umkämpft, bei 4:4 gelang Zheng jedoch das entscheidende Break, wenig später verwandelte sie nach 1:42 Stunden ihren ersten Matchball.
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Tamara Korpatsch (Hamburg) hatte in der ersten Runde verloren, Eva Lys (Hamburg) aufgegeben. Die 24-Jährige rutscht dadurch in der Weltrangliste von Platz 102 noch weiter zurück. Im vergangenen Jahr hatte sie bei dem 1000er Event das Viertelfinale erreicht und dabei Rybakina geschlagen.