Polizei: Sechs Verletzte bei Derby-Ausschreitungen
Während des Derbys zwischen Köln und Gladbach kommt es zu Ausschreitungen. Unter den Verletzten befinde sich auch ein Kind, teilt die Polizei mit.
Bei den gewalttätigen Ausschreitungen im Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach sind sechs Personen verletzt worden. Das teilte die Polizei nach derzeitigem Erkenntnisstand am Montag mit. Dabei handelt es sich demnach um zwei Stadionbesucher, eine Ordnerin und drei Polizisten. Zu den Verletzten zähle auch ein Kind, hieß es. Zur Schwere der Verletzungen machte die Polizei keine Angaben.
Das Derby, das Köln am Sonntag 2:1 (1:1) gewonnen hatte, wurde in der zweiten Halbzeit nach Ausschreitungen unterbrochen. Gäste-Fans hatten nach einem Treffer von Said El Mala das Sicherheitsglas zwischen dem Heim- und Auswärtsbereich durchbrochen und sich dort Auseinandersetzungen mit Kölner Fans geliefert. Zudem wurden mehrere Leuchtraketen auf unbeteiligte Fans geschossen. Der Eingriff durch die Polizei erfolgte nach mehreren Minuten.
Klubs verurteilen die Vorkommnisse
Beide Klubs verurteilten die Vorkommnisse. Gleichzeitig verteidigte der FC-Geschäftsführer Philipp Türoff das Sicherheitskonzept. „Wir haben Dinge gesehen, die sehr stark mit individuellen Störungen zu tun haben“, sagte Türoff: „Der erste Eindruck ist – ausdrücklich nicht bilanzierend -, dass das Sicherheitskonzept nicht irgendwie anders funktioniert hat als vorher.“
Das Derby war die erste große Bewährungsprobe für das neue Sicherheitskonzept in Nordrhein-Westfalen. Im Juli hatten die Klubs und NRW-Innenminister Herbert Reul die „Stadionallianzen NRW“ vereinbart. Demnach soll sich die Polizei im Stadion komplett zurückziehen. Die Sicherheitsdienste der Vereine tragen somit größere Verantwortung.