Zverev trotz Knöchelverletzung weiter
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Alexander Zverev ist angeschlagen, aber beißt sich durch. In Shanghai geht es für den designierten Weltranglistenersten im Viertelfinale weiter.
Die Sorgen um seinen rechten Knöchel standen Alexander Zverev ins Gesicht geschrieben, doch stoppen ließ sich die zukünftige Nummer eins der Tenniswelt nicht. Sichtlich gehandicapt quälte sich der Hamburger beim Masters in Shanghai ins Viertelfinale.
Das 7:6 (8:6), 4:6, 7:6 (7:1) gegen den Kasachen Alexander Bublik, gegen den er in früheren Matches schlecht ausgesehen hatte, hinterließ aber einige Fragezeichen.
Zverev hat Probleme mit dem Knöchel
„Ich habe heute meinen Knöchel wieder gespürt“, sagte Zverev, die Blessur wollte er aber nicht überbewerten: „Das ist nicht überraschend, ich habe in diesem Jahr viel Tennis gespielt und spüre meinen Körper immer häufiger.“ Das Wichtigste an diesem Tag sei der Sieg.
Zverev war bereits angeschlagen in die Partie gegangen. Dementsprechend gehemmt wirkte er, bei einem Aufschlag im ersten Satz zuckte er zusammen, verzog vor Schmerz das Gesicht und sah sich bald vier Satzbällen gegenüber. Doch im entscheidenden Moment behielt Zverev im Stile eines Spitzenspielers die Nerven: Vier Satzbälle wehrte der zweimalige Grand-Slam-Champion ab und sicherte sich den Durchgang im Tiebreak.
Schmerzen bei Zverev
Zverev jubelte, Bublik verstand die Welt nicht mehr. Doch die Schmerzen, das war nicht zu übersehen, nahmen zu, Zverev suchte immer wieder den Austausch mit seinem Vater Alexander senior, Aufgeben war aber offensichtlich keine Option. Nur einmal in seiner Karriere hat Zverev bisher vorzeitig den Platz verlassen: 2022 bei den French Open gegen Rafael Nadal. Auch damals verletzte er sich am rechten Sprunggelenk und wusste nicht, ob er überhaupt auf einen Tenniscourt zurückkehren würde.
So schlimm ist es diesmal nach Lage der Dinge nicht, gegen Bublik biss Zverev auf die Zähne. Im dritten Satz erholte er sich schnell von einem frühen Break und schleppte sich in den Tiebreak. Dort bewies er wieder Nervenstärke und verwandelte nach 2:37 Stunden mit einem Ass seinen ersten Matchball. Weiter geht es für ihn im Viertelfinale gegen den an Position neun gesetzten Australier Alex de Minaur.
Zverev spürt „besondere Verantwortung“
Dass Zverev noch in diesem Jahr an die Spitze des Rankings klettert, steht seit Montag offiziell fest. In Shanghai kann er den Prozess beschleunigen. Erreicht er das Finale und gewinnt anschließend das Turnier in Wien, wird er am 2. November die Nummer eins der Welt. Spitzenreiter Jannik Sinner (Italien) hat seine Saison wegen einer Knieverletzung bereits beendet, Zverevs Verfolger Carlos Alcaraz (Spanien) liegt zu weit zurück.
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Hinter ihm, das gab Zverev nach dem Match gegen Bublik zu, lägen einige „spezielle“ Stunden. „Als Nummer eins hast du eine besondere Verantwortung auf den Schultern, darauf freue ich mich“, sagte er. Immerhin hat er sich auch seinen letzten Kindheitstraum erfüllt, riskieren muss er im Saisonendspurt nun nichts mehr. Und doch warten noch große Ziele: Beim ATP-Finale in Turin kann Zverev seinen dritten Titel holen, mit dem deutschen Davis-Cup-Team in Bologna eine 33-jährige Durststrecke beenden.