WM-Ausschluss: Israel legt Streit mit Weltverband bei

von SID
WM-Ausschluss: Israel legt Streit mit Weltverband bei

2025 durften israelische Sportler nicht an der WM in Indonesien teilnehmen. Die juristische Auseinandersetzung ist beendet.

Der israelische Turnverband und der Weltverband World Gymnastics haben ihre juristische Auseinandersetzung im Zusammenhang mit dem Ausschluss Israels von der WM 2025 beigelegt. Man habe eine „gütliche Einigung in dem Streit“ erzielt, hieß es in einer knappen Pressemitteilung des Weltverbandes am Mittwoch. Infolgedessen sei auch das entsprechende Verfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS eingestellt worden.

Indonesien annulliert Israels WM-Visa

Kurz vor Beginn der Turn-Weltmeisterschaft 2025 in Indonesien hatte die Regierung des muslimisch geprägten Landes die Visa der Athletinnen und Athleten aus Israel annulliert und somit eine Teilnahme an den Titelkämpfen unmöglich gemacht. Der zuständige Minister für Rechtsangelegenheiten und Menschenrechte Indonesiens begründete die Entscheidung mit dem Gaza-Krieg.

Der Turn-Weltverband akzeptierte anschließend den Beschluss und kündigte an, keine Maßnahmen gegen das Vorgehen der Regierung ergreifen zu wollen, weshalb der israelische Verband das nun eingestellte Verfahren eröffnet hatte. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sprang dem Landesverband im Anschluss zur Seite und verhängte verschiedene Maßnahmen gegen das Nationale Olympische Komitee Indonesiens (KOI).

Bei den am Samstag beginnenden 54. Turn-Weltmeisterschaften in Rotterdam werden israelische Sportlerinnen und Sportler aller Voraussicht nach antreten können.