Streich von 1860-Fans gegen FC Bayern hat nun doch ein Nachspiel

1860-Streich? Dreesen reagiert spöttisch
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1860-Streich? Dreesen reagiert spöttisch

Der FC Bayern geht juristisch gegen einen Streich des Lokalrivalen 1860 München vor. Wegen eines Schmähbanners kommt es offenbar gar zu Hausdurchsuchungen.

Ein Streich von Stadtrivale TSV 1860 München bei der letzten Meisterfeier des FC Bayern hat offenbar ein juristisches Nachspiel. Der deutsche Rekordmeister erstattete Anzeige gegen Unbekannt – der Verein bestätigte dies laut Bild.

Am 17. Mai hatte der FCB seinen Titel traditionell auf dem Münchner Marienplatz gefeiert. Während sich die Mannschaft auf dem Rathausbalkon aufhielt, tauchte auf dem Platz darunter ein großes Banner auf, das die ahnungslosen Bayern-Fans über ihren Köpfen ausbreiteten. Zu sehen war darauf das Logo des Meisters, allerdings mit dem Schriftzug: „FC Bauern Hurensöhne“.

Bei der Meisterfeier des FC Bayern kam es zu einem Streich des TSV
Bei der Meisterfeier des FC Bayern kam es zu einem Streich des TSVBei der Meisterfeier des FC Bayern kam es zu einem Streich des TSV© IMAGO/MIS

Auf der 180 Quadratmeter großen Flagge war außerdem ein „1860“ zu erkennen. Anhänger der Löwen hatten ihren Rivalen das Schmähplakat untergejubelt.

Hainer stichelte erst – dann dachte Bayern um

Bayerns Präsident Herbert Hainer hatte zunächst angekündigt, keine Strafanzeige erstatten zu wollen. „Leider können sich unsere Fans nicht revanchieren, denn so schnell wird es bei 1860 keine Meisterschaft zu feiern geben“, sagte er stattdessen.

Mittlerweile gab es offenbar ein Umdenken. Und erste Konsequenzen. Denn die Bild berichtet auch, dass es in dem Fall zu einer Hausdurchsuchung bei einem Tatverdächtigen gekommen sein soll.

Gleich vier Kripo-Beamte beschlagnahmten demnach Computer sowie weitere elektronische Geräte, auf der Suche nach Beweisen.

Der Anwalt des Beschuldigten, Sebastian Wagner, erklärte: „Das geschilderte Verhalten erfüllt keinen Straftatbestand. Bei der FC Bayern AG handelt es sich auch nicht um ein beleidigungsfähiges Kollektiv.“ Wagner erhob vielmehr Vorwürfe gegen die Polizei: „Man gewinnt den Eindruck, der FCB sagt ‚hüpf‘, und die Münchner Justiz fragt ‚wie hoch?“

DEINE MEINUNG

Übrigens: Nach dem Vorfall im Mai war das Plakat von den Behörden einkassiert worden. Löwen-Fans sollen zuletzt an einer Herausgabe gearbeitet haben. Da es nun zu einem Verfahren kommen könnte, bleibt das mögliche Beweismittel unter Verschluss.

Laut der Bild war auch das für die Bayern ein Grund für die nun doch erstattete Anzeige. So sollte verhindert werden, dass sich die Aktion wiederholt. Dazu kommt: Bayern will die Verunglimpfung des eigenen Logos nicht tolerieren.