Jens Lehmann kritisiert Jürgen Klopps Torwart-Plan für Deutschland

So sah Klopp das ungültige deutsche Tor
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So sah Klopp das ungültige deutsche Tor

Jürgen Klopp legt sich früh auf eine Nummer eins fest - Jens Lehmann kann das Bekenntnis zu Marc-André ter Stegen nicht nachvollziehen. Oliver Kahn zeigt dagegen Verständnis.

Der Torhüter-Plan von Jürgen Klopp sorgt bei Jens Lehmann für Unverständnis. Der einstige deutsche Nationaltorhüter hinterfragt die Entscheidung des Bundestrainers, Marc-André ter Stegen zur Nummer eins zu erklären.

„In der Nationalmannschaft hat mich das ein bisschen verwundert, dass Klopp gesagt hat, er ist die Nummer eins. Dann lässt er ihn einmal spielen und dann spielt er gar nicht mehr, und der Urbig spielt zweimal“, monierte Lehmann bei Triple.

Jürgen Klopp wird von Jens Lehmann kritisiert
Jürgen Klopp wird von Jens Lehmann kritisiertJürgen Klopp wird von Jens Lehmann kritisiert© IMAGO/Nico Herbertz

Klopp hatte für seine ersten Spiele in der Nations League gleich fünf Torhüter nominiert. Ter Stegen stand zum Auftakt gegen die Niederlande zwischen den Pfosten, danach bekam Alexander Nübel gegen Griechenland eine Chance. Jonas Urbig absolvierte die beiden verbliebenen Partien gegen Serbien und Griechenland.

Lehmann irritiert – Kahn zeigt Verständnis für Klopp

Lehmann hätte sich eine Herangehensweise gewünscht, wie er sie aus seiner eigenen Zeit als Profi kennt: „In zwei Jahren ist eine EM und wer bis dahin den besten Eindruck macht, der spielt“, meinte der 56-Jährige.

Der WM-Keeper von 2006 sagte weiter: „Ich hätte gar nicht gesagt: ter Stegen, du bist die Nummer eins. Ich hätte nur gesagt: Strengt euch alle an.“

DEINE MEINUNG

Roman Weidenfeller und Oliver Kahn, zeigten in der Sendung Triple derweil durchaus Verständnis für Klopps Plan: „Ich glaube, Jürgen wollte das Thema nur beruhigen, damit es nicht wieder hochkocht“, sagte der langjährige BVB-Schlussmann Weidenfeller: „Da gab es noch das Thema Baumann, Neuer war gerade zurückgetreten. Klopp lässt die Tür aber auf, zurecht.“

Kahn begrüßte, dass Klopp keinen offenen Konkurrenzkampf ausrief. „Man möchte nicht die mentale Gesundheit von Spielern gefährden, indem man sie, so wie wir das damals praktiziert haben, in völlig überzogene Situationen bringt“, sagte der frühere Weltklassetorhüter mit Blick auf sein legendäres Duell mit Lehmann um die deutsche Nummer eins.

Man müsse „den Jungs auch etwas zumuten, das hat aber eine Grenze. Der Fußball hat sich weiterentwickelt“, befand Kahn abschließend.