Gregoritschs Debüt gegen Bayern: „Es war Wahnsinn“

"Muss aufpassen, dass ich nicht emotional werde"
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"Muss aufpassen, dass ich nicht emotional werde"

Anders als zuletzt erlebte Michael Gregoritsch früher bittere Abende gegen den FC Bayern - unter anderem bei seinem Bundesliga-Debüt.

Michael Gregoritsch hat mit dem FC Augsburg zuletzt gegen den FC Bayern beim 2:2 einen Erfolg gelandet, in der vergangenen Saison war dem FCA sogar ein Auswärtssieg gelungen. Frühere Begegnungen mit den Münchnern liefen für Gregoritsch allerdings ganz anders ab, wie sich der Österreicher im Podcast Copa TalkS von Tommi Schmitt erinnerte.

Gregoritsch gab sein Bundesliga-Debüt für den HSV in der Saison 2015/2016 am 1. Spieltag beim FC Bayern – es gab eine 0:5-Klatsche. „Als 21-Jähriger damals fährt man sehr grün hinter den Ohren dahin und denkt sich, ich mache safe heute ein Tor und wir gewinnen das Spiel“, schilderte der heute 32-Jährige.

Michael Gregoritsch im Duell mit David Alaba im August 2015, dahinter Pep Guardiola
Michael Gregoritsch im Duell mit David Alaba im August 2015, dahinter Pep GuardiolaMichael Gregoritsch im Duell mit David Alaba im August 2015, dahinter Pep Guardiola© IMAGO/Contrast

„Prime Ball“ des FC Bayern unter Guardiola verblüfft Gregoritsch

Dann allerdings traf Gregoritsch mit seinem Team auf „den Prime Ball von Pep Guardiola“ – mit Spielern wie David Alaba, Thomas Müller, Arjen Robben, Douglas Costa und Robert Lewandowski sowie Thiago, Joshua Kimmich, Mario Götze auf der Bank.

„Es war Wahnsinn“, sagte Gregoritsch und blickte auf die Momente nach der Partie zurück: „Du gehst da raus und weißt gar nicht, wie du dich verhalten sollst. Du hast dein Bundesliga-Debüt gegeben und 0:5 verloren. Dann kann Bruno Labbadia (zu dieser Zeit Coach des HSV, Anm. d. Red.), damals auch sehr väterlich zu mir, hat mir so leicht auf den Hinterkopf getätschelt und gesagt: ‚Weißt du, was gut ist? Schlimmer wird es nicht.’“

„Im Jahr darauf habe ich 0:8 verloren“

Damit sollte sich Labbadia irren. Denn „im Jahr darauf bin ich dann dahingefahren und habe 0:8 verloren“, ergänzte Gregoritsch. Am 25. Februar 2017 kam es zu der Demütigung der Hamburger in München, unter anderen traf Lewandowski drei Mal.  

Michael Gregoritsch (2.v.r.) wird nach seinem Bundesliga-Debüt von Trainer Bruno Labbadia getröstet
Michael Gregoritsch (2.v.r.) wird nach seinem Bundesliga-Debüt von Trainer Bruno Labbadia getröstetMichael Gregoritsch (2.v.r.) wird von Trainer Bruno Labbadia getröstet© IMAGO/Contrast

Gregoritsch witzele immer mit seinem Bruder: „Eigentlich hätte ich damals einen Eintrag für das Guinness-Buch der Rekorde kriegen müssen. 12 Ballkontakte, sieben davon beim Anstoß. Denn bei 0:6 bin ich ausgewechselt worden.“

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Gregoritsch: „Ich war richtig schlecht“

Der Offensivspieler erinnerte sich auch an seine Anfänge im Profifußball. Drei Jahre vor der HSV-Zeit stand Gregoritsch in der Saison 2012/13 bei der TSG Hoffenheim – 2008 aufgestiegen – unter Vertrag, wo er allerdings nur in der Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz kam.

„Ich dachte, ich könnte schon mithalten, aber ich war richtig schlecht. Ich war der, bei dem sich die Spieler beim 5 gegen 5 umgedreht haben und gesagt haben: ‚Boah nee, nicht mit dem jetzt.‘ Dann bin ich von Bochum zum HSV gewechselt (2015, Anm. d. Red.) und dachte mir: „Wow, ich bin echt noch immer so schlecht.‘“

0:5 in München: „Ich dachte mir: Boah, krass“

Trainer Labbadia erwies sich dann aber als große Hilfe: „Ich hatte das Glück, dass Labbadia mich eingewechselt hat in Jena im Pokal und ich in der 93. einen reinschieße. Wir sind zwar ausgeschieden, aber ich habe die halbe Stunde (in der Verlängerung, Anm. d. Red.) noch fertig gespielt.“

Michael Gregoritsch kassierte mit dem HSV im Februar 2017 eine 0:8-Klatsche in München
Michael Gregoritsch kassierte mit dem HSV im Februar 2017 eine 0:8-Klatsche in MünchenMichael Gregoritsch kassierte mit dem HSV im Februar 2017 eine 0:8-Klatsche in München© IMAGO/Eibner

In der folgenden Woche stand Gregoritsch in München in der Startelf und es gab die erwähnte 0:5-Niederlage: „Nach dem Spiel bin ich raus und dachte mir, boah, krass.“ Auf die Rückfrage von Schmitt, dass das „gar keinen Spaß“ mache, meinte Gregoritsch: „Nein, das ist nicht lustig.“