Neue Regeln: Olympiasiegerin stichelt gegen Hirscher

von SPORT1
Neue Regeln: Olympiasiegerin stichelt gegen Hirscher

Breezy Johnson kritisiert die neue FIS-Regel zum Skigewicht scharf und teilt gegen Marcel Hirscher aus.

Breezy Johnson geht mit der FIS vor dem Saisonstart hart ins Gericht. Auslöser ist eine neue Vorgabe des Weltverbands, die das zulässige Gewicht von Rennskiern begrenzt und vor allem Atomic-Athleten wie die US-Amerikanerin betrifft.

Die 30-Jährige zweifelt daran, dass die Maßnahme den alpinen Skirennsport tatsächlich sicherer macht. Johnson ist amtierende Abfahrts-Weltmeisterin und Olympiasiegerin, wartet aber weiterhin auf ihren ersten Weltcupsieg.

„Wenn die FIS Beweise dafür hätte, dass leichtere Ski sicherer sind, wäre ich die Erste, die sagt: Das sollten wir so machen“, sagte Johnson im Interview mit sport.ch. „Aber ich glaube nicht, dass irgendwelche Studien durchgeführt wurden. Die Untersuchungen, über die sie auf Europacup-Niveau sprechen, werden nicht ausreichen, um wirklich belastbare Antworten zu liefern.“ Damit stellt die Speed-Spezialistin nicht nur die Regel selbst, sondern auch deren wissenschaftliche Grundlage infrage.

Johnson nimmt Hirscher ins Visier

Besonders scharf fiel Johnsons Seitenhieb auf Marcel Hirscher aus. „Gleichzeitig verbiegt sich die FIS förmlich, damit Marcel Hirscher in den Sport zurückkehren kann. Einige seiner Material-Setups bewegen sich aus meiner Sicht an der Grenze dessen, was sicher ist.“

Hirscher war für eine FIS-Wildcard vorgesehen, verzichtete jedoch zunächst auf einen Start beim Weltcup-Auftakt. Johnsons Vorwurf: Während bei ihrem Material eingegriffen werde, bleibe die FIS bei anderen möglichen Sicherheitsfragen passiv.

Ärger soll zusätzliche Energie freisetzen

Johnson verweist auch auf frühere Sicherheitsmaßnahmen, die aus ihrer Sicht deutlich langsamer umgesetzt wurden. „Bei den Airbags dauerte es fast zehn Jahre, bis eine Regel eingeführt wurde. Bei schnittfester Unterwäsche haben wir mehrere Jahre gewartet.“

Beim Skigewicht sei dagegen innerhalb weniger Wochen entschieden worden – ohne belastbare Studien. Ihr Skitechniker sei sogar noch wütender und dadurch besonders motiviert: Das Atomic-Team habe verschiedene Setups getestet, über die Johnson aber bewusst keine Details verraten will.


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.