Para Bahnrad-WM: Dreimal Platz vier für deutsches Team
In Apeldoorn reicht es auch für Marie Quellhorst knapp nicht zur erneuten Medaille.
Die deutschen Para-Athleten und -Athletinnen haben bei der Bahnrad-WM in Apeldoorn eine zweite Medaille für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) verpasst und gleich drei vierte Plätze eingefahren. Am zweiten Tag der Wettbewerbe in den Niederlanden schaffte auch Marie Quellhorst nach ihrem Scratch-Bronze zum Auftakt nicht die erhoffte Podestplatzierung.
Quellhorst wurde im 1000-m-Zeitfahren der Startklasse C3 Vierte, der 28-Jährigen aus Minden fehlten gut 1,2 Sekunden zu Bronze. Quellhorst hatte 2025 und 2026 jeweils Vize-Silber im Zeitfahren auf der Straße gewonnen. Lara Wolleschensky belegte Platz sechs.
Deutlich knapper war es bei Manuel Korber, der im Zeitfahren über 1000 m in der Startklasse C3 ebenfalls Vierter wurde und die ersehnte Medaille nur um gut drei Zehntelsekunden verpasste. Bei der WM 2025 war Korber gleich viermal Vierter geworden.
Ebenfalls Platz vier gab es für Maya Fügenschuh mit ihrer „Pilotin“ Corinna Lechner in der Verfolgung der Klasse B. Die 17 Jahre alte Fügenschuh, im März bei den Winter-Paralympics als jüngste deutsche Teilnehmerin im Alpin-Ski am Start, lag im kleinen Finale rund zweieinhalb Sekunden hinter der Irin Katie-George Dunleavy zurück. Im Vorlauf hatten Fügenschuh und Lechner den Weltrekord verbessert, die Marke hielt allerdings nur wenige Minuten.
„Wir wussten, dass der Weltrekord hier fallen wird, die 4000 m werden bei den Frauen schließlich erst seit zwei Jahren gefahren. Dass Maya und Corinna ihn dann knacken, da hätten wir nicht mit gerechnet“, sagte Bundestrainer Gregor Lang: „Die zwei sind nach der verpassten Medaille natürlich etwas enttäuscht, ich allerdings gar nicht. Den beiden gehört die Zukunft und diese WM ist vor allem dafür da, um Erfahrungen zu sammeln.“
Vanessa Laws belegte über 1000 m in der Startklasse C4 Platz sechs, am Donnerstag war sie zum Auftakt Scratch-Vierte geworden. Der 58-jährige Michael Teuber, der erstmals im Jahr 1998 bei einer Bahnrad-WM am Start war, wurde im Scratch der Startklasse C1 Achter. Im Ausscheidungsfahren der Klasse C5 kam Jakob Klinge auf Rang zehn.
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