Historischer Titel – und Ärger beim Gegner

Große Emotionen! Fan-Liebling löst WM-Ticket
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Große Emotionen! Fan-Liebling löst WM-Ticket

Karel Sedlacek feiert bei der Players Championship einen historischen Titel. Sein Gegner verpasst zuvor die Chance auf den Sieg und lässt anschließend seinem Ärger freien Lauf.

Historischer Titel für Karel Sedlacek! Der Darts-Profi gewann auf dramatische Art und Weise die Players Championship 30 im niederländischen Den Bosch und sicherte sich so als erster Tscheche der Geschichte einen PDC-Ranking-Titel. „Evil Charlie“ schlug den Engländer Scott Williams denkbar knapp mit 8:7 in Legs.

„Für mich ist das etwas ganz Besonderes. Ich habe mehr als zehn Jahre darauf gewartet, und jetzt ist es endlich so weit. Es ist einfach unglaublich“, freute sich Sedlacek im Interview nach der Partie. Diese hätte dramatischer nicht laufen können. Der Tscheche führte bereits mit 7:5 und erspielte sich die ersten Matchdarts, doch vergab diese allesamt.

Karel Sedlacek gewann als erster Tscheche einen PDC-Ranking-Titel
Karel Sedlacek gewann als erster Tscheche einen PDC-Ranking-TitelKarel Sedlacek gewann als erster Tscheche einen PDC-Ranking-Titel© IMAGO/Harald Deubert

Williams kam auf 7:7 heran, so ging es in das entscheidende letzte Leg. Sedlacek stellte sich 32 Punkte Rest, Williams hatte bei 112 Punkten Rest die Chance, das Match für sich zu entscheiden. Doch der Engländer patzte und traf mit dem zweiten Pfeil nur die einfache 5, was ihn sichtlich verärgerte und keinen Dart mehr auf Doppel ermöglichte. Sedlacek nutzte den Fehler seines Gegners und verwandelte seinen insgesamt achten Matchdart schlussendlich auf der Doppel-8.

Sedlacek-Gegner schmeißt Pfeile weg

Die Niederlage schmeckte Williams nach der verpassten Chance überhaupt nicht. Nach dem obligatorischen Handschlag mit Sedlacek und dem Caller schmiss er seine Pfeile wütend in Richtung des Tisches abseits der Kameras. Schon nach seinem Fehlwurf zuvor war über die Mikrofone zu hören, wie er „Willst du mich verarschen?“ rief.

Williams spielte zwar mehr Punkte im Schnitt (96,25 vs. 91,92) und war leicht besser auf den Doppeln (36,8 vs. 34,8 Prozent), patzte aber im entscheidenden Moment und hatte so keine Gelegenheit mehr zum Sieg. Sedlacek, der auf dem Weg zum Titel unter anderem Damon Heta, Nathan Aspinall und Chris Dobey bezwingen konnte, freute sich am Ende umso mehr.

Bester Deutscher war Martin Schindler, der Jermaine Wattimena im Achtelfinale 5:6 unterlag. Zahlreiche Topstars um Luke Littler und Luke Humphries verzichteten auf ihre Teilnahme am PC-Doppelpack in den Niederlanden.