CAS wehrt sich: IIHF ohne ausreichende Beweise
Die Sportrichter verteidigen ihr Urteil zur Wiederzulassung Russlands.
Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat der IIHF in der Kontroverse um die Wiederzulassung Russlands auf die große Eishockey-Bühne eine unzureichende Vorbereitung vorgeworfen. Der Weltverband habe keine ausreichenden Beweise zur Fortsetzung der Suspendierung des russischen Verbands RIHF vorgelegt, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme.
Zudem hätten „interne Prozesse innerhalb der IIHF bereits zuvor Bedenken in dieser Hinsicht aufgeworfen“. Die Entscheidung, russische Nationalmannschaft künftig wieder zu Weltmeisterschaften zuzulassen, verteidigte der CAS.
Das Urteil sei auf Basis „der rechtlichen Sachlage einer Berufung und ausschließlich anhand der von den Parteien vorgelegten Argumente und Beweise“ getroffen worden.
Mit dem am Freitag veröffentlichten Urteil hatte das CAS für große Aufruhr im internationalen Eishockey gesorgt. Einige Länder, wie Weltmeister Finnland sowie Schweden, Norwegen, Dänemark, Lettland und Tschechien, kündigten an, nicht gegen Russland anzutreten. Langjährige WM-Sponsoren erklärten zudem, sich zurückziehen zu wollen. Für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) ist es eine Option, die Weltmeisterschaft im kommenden Mai zurückzugeben.
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Der CAS nehme die Reaktionen zu Kenntnis und verwies zudem darauf, „dass die organisatorischen Konsequenzen dieser Entscheidung sowie die mögliche Einführung einer Neutralitätsregelung, die derzeit im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte stehen, weder durch ausreichende Beweise belegt noch von der IIHF im Rahmen des Verfahrens beantragt wurden“.