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FIFA 22 – Her mit den Handtüchern!

FIFA 22 – Her mit den Handtüchern!

TimKalation berichtet in seiner neuen Kolumne über die neue, härtere Weekend League und wie er sich geschlagen hat. Außerdem fragt er sich: Ist das FIFA-Wochenendprogramm zu einseitig geworden?
TimKalation: FIFA 22 – Der Hype zieht auf
TimKalation: FIFA 22 – Der Hype zieht auf
© EA Sports / TimKalation / SPORT1
von TimKalation
08.10.2021 | 15:23 Uhr

Nun war ich also mittendrin. Drafts und Division Rivals trainieren und nebenbei möglichst hoch in den Divisionen kommen. Während ich das neue Gameplay versuchte zu verinnerlichen, auf PlayStation 5 übrigens, testete ich auch noch Formationen und Spieler. Die Spieler sind so eine Sache; als reiner „Road to Glory“-Spieler ohne Einsatz von Geld für zusätzliche FIFA-Points dauert es ein wenig, bis man sich die richtig guten Spieler leisten kann. Aber Trading beschleunigt es glücklicherweise. Die aktuell für mich gut funktionierenden Formationen sind 4-2-3-1 und 4-2-2-2. Was an FIFA 22 bislang wirklich schön ist; es gibt einige Formationen, mit denen die Spieler gut klarkommen. DIE eine Formation, die jeder spielt, gibt es aktuell noch nicht so richtig.

Tims erste Weekend League Playoffs in FIFA 22

Und wie lief es für mich? Am Anfang recht schwierig. Team, Formation und Taktik saßen noch nicht, aber auf dem Weg in Division 6 sammelte ich die benötigten 1.500 Qualifikationspunkte für die Weekend League Playoffs. Wir erinnern uns an meine vorherige Kolumne als ich es beschrieb. Die Playoffs sind dafür da, sich mit 5 Siegen aus 9 Spielen für die eigentlichen Weekend League Finals am Wochenende zu qualifizieren. Ich hatte großen Respekt, als ich mich in die Playoffs wagte. Wie erwartet, wurde es schwer. Dazu kam die Nervosität und der Druck, nicht zu versagen. Am Ende standen 3 Siege. Enttäuschung. Aber auch der Wille, es erneut zu versuchen.

Nun also wieder 1.500 Punkte sammeln. Dies ging mittlerweile dann glücklicherweise schnell, da man in der zwischenzeitlich erspielten Division 4 stattliche 200 Punkte pro Sieg bekommt. Zusammen mit den Punkten aus den Rivals Belohnungen am Donnerstag waren sie also einfach zusammen und es ging in die zweiten Playoffs. Man spürt es richtig; es geht um was. Die Spiele waren allesamt sehr intensiv und die Gegner gaben alles. Die Wichtigkeit eines Sieges war zu jedem Zeitpunkt greifbar. Nachdem ich gut gestartet war, kam es am Ende zu einem 4 – 4 und somit war ein Endspiel notwendig. Die Zuschauer im Stream fieberten richtig mit, bejubelten jede gute Aktion und waren bei Gegentoren genauso erschüttert wie ich. Letztlich machte Diego Jota in den letzten Minuten mit dem 2-0 den Deckel drauf und die Qualifikation war mit 5 – 4 geschafft.

Das Gefühl war in der Tat unglaublich; pure Erleichterung und riesige Freude - über die Qualifikation, aber auch über die Unterstützung der Zuschauer. Lassen wir das Ganze aber mal Revue passieren. Ich hatte letzte Woche geschrieben, wie schwierig ich das System finde. Dass ich glaube, dass für einige die Weekend League Finals am Wochenende nicht einfach zu erreichen und sehr herausfordernd sein werden. Und mein Eindruck wurde bestätigt. Ich selbst tat mich sehr schwer. Gut, ich bin jetzt auch kein Topspieler. Ich war in der Vergangenheit bei konzentrierter Leistung Gold 1 Spieler mit dem Dauerziel Elite. Es gibt aber auch Spieler, die noch nie Gold 1 erreicht haben. Die eher im Bereich Silber 1, bis Gold 3 zu finden sind. Und damit sogar weltweit gesehen guter Durchschnitt sind. Für diese Spieler wird es richtig hart. Zumal sich im Chat auch viele zu Wort meldeten, dass sie es auch im zweiten oder dritten Anlauf nicht geschafft haben und nun erstmal aufgeben. Dritter Versuch nicht geschafft. Wir erinnern uns; wir haben aktuell 7 Versuche für 5 Weekend Leagues. Ich sage Mal so: Bislang war die Weekend League Standardprogramm am Wochenende. Jetzt ist es etwas Besonderes. Nicht mehr jeder schafft es, sich zu qualifizieren und wenn man es geschafft hat, hat man das Gefühl, etwas erreicht zu haben. Das finde ich großartig.

FIFA 22 und die neue Wettkampfhärte

Aber. Und es ist ein großes Aber: Wer am Wochenende Zeit hat, FIFA 22 zu spielen, hat ohne Weekend League Finals nicht wirklich etwas Belohnendes zu tun. Zumindest nicht gegen echte Gegner, wenn wir den Squad Battles Grind außen vor lassen. Division Rivals belohnt fleißiges Spielen nur marginal. Man kann zwar in den Divisionen aufsteigen, aber die Upgrades der Belohnungen sind so gering, dass man sich wundern muss.

Es ist von mir aus okay, wenn EA SPORTS die Weekend League zu etwas Besonderem machen möchte. Jedoch habe ich das Gefühl, dass die „normalen“ Spieler etwas vergessen wurden. Eine Alternative für die, die sich nicht qualifizieren konnten, wäre eine gute Lösung gewesen in meinen Augen. Oder ein Weekend League Finals System mit mehreren Rängen, in denen sich gewisse Spielerstärken messen.

Die Lösung? Aufregen und frustriert sein, bringt nichts. Wir können Beschwerden bei EA SPORTS vortragen, aber die sind letztlich machtlos. Was also tun? Trainieren. Ich, für mich persönlich, habe entschieden, dass ich die Härte annehme und sie als Motivation nehme, mich zu verbessern. Am Ende ist dies nämlich das Befriedigendste von allem: Sich für Leistung belohnen und sagen zu können, dass man ein besserer Spieler geworden ist. Wenn man sich darauf einlässt, dann hat das System etwas für sich. Aber wohl auch nur dann.

Also Freunde; trainieren und bis nächste Woche!

Euer Tim

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