Wolfsburgs Trainer rechnet mit eigenen Fans ab
"Wir wissen, in welche Rolle wir gedrängt werden"
Der VfL Wolfsburg gewinnt deutlich - doch während der Partie gibt es Unmutsbekundungen von den Rängen. Tobias Strobl verurteilt das Vorgehen der Fans und wirbt um Respekt für seine Spieler.
Trotz des deutlichen 5:1-Erfolgs des VfL Wolfsburg gegen den SV Darmstadt 98 hat Trainer Tobias Strobl die eigenen Anhänger scharf kritisiert. Der 38-Jährige zeigte sich nach dem ersten Heimsieg der Wölfe seit Januar irritiert darüber, dass Teile des Publikums seine Mannschaft bereits während der ersten Hälfte ausgepfiffen hatten.
„Völlig unverständlich“, erklärte der Wolfsburger Coach bei Sky. Man habe gemeinsam einen Entwicklungsprozess vereinbart und arbeite an einer klaren spielerischen Ausrichtung. „Wir haben gesagt, wir gehen hier einen Weg, zu dem wir uns committed haben, auch mit den Zuschauern committed haben. Ich finde, dass wir ein brutal dominantes Spiel gemacht haben, auch in der ersten halben Stunde.“
Strobl verteidigte vor allem die Einsatzbereitschaft seines Teams vehement: „Die Jungs geben alles, sie reißen sich den Hintern auf. Die Zuschauer wollten das sehen, das bekommen sie und sie kriegen sogar noch eine Spielidee. Dann klappt es vielleicht fünf, sechs Minuten lang nicht und dann kommen die Pfiffe. Die habe ich heute nicht verstanden.“
Wolfsburg-Trainer kann eigene Fans nicht verstehen
Auslöser für die Unmutsbekundungen war die Phase nach dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich der Darmstädter gewesen. Obwohl Wolfsburg die Partie bis dahin weitgehend kontrolliert hatte und deutlich mehr Spielanteile besaß, reagierten Teile der Zuschauer mit Pfiffen. Erst der Treffer von Robert Glatzel kurz vor der Pause sorgte wieder für bessere Stimmung in der Volkswagen Arena.
Zwar räumte Strobl ein, dass die Fehler vor dem Ausgleich nicht hätten passieren dürfen. Gleichzeitig gehöre genau das zu der Entwicklung, die die Mannschaft derzeit durchlaufe. „Natürlich darf dir so ein Aufbaufehler nicht passieren, aber das gehört zu diesem Weg dazu.“
Auch später legte Strobl noch einmal nach. „Ich habe die Pfiffe überhaupt nicht verstanden.“ Seine Mannschaft investiere enorm viel in die Umsetzung der neuen Spielphilosophie. Gerade deshalb habe ihn die Reaktion auf den Rängen überrascht.
Ganz aus dem Nichts kam die Nervosität im Wolfsburger Publikum allerdings vermutlich nicht. Der Bundesliga-Absteiger war mit hohen Erwartungen in die Zweitliga-Saison gestartet, hatte zuletzt beim spektakulären 4:4 gegen Aufsteiger Energie Cottbus nach einer zwischenzeitlichen 3:0-Führung Punkte aber liegen gelassen. Zudem wartete Wolfsburg vor dem Darmstadt-Spiel seit Monaten auf einen Heimsieg in einem Pflichtspiel.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.