Blatter zu Infantino: „Glaubwürdigkeit lässt sich nicht kaufen“

von SID
Er kann es einfach nicht lassen
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Er kann es einfach nicht lassen

Joseph Blatter kritisiert Gianni Infantino. Der frühere FIFA-Präsident hält seinen Nachfolger für unglaubwürdig.

Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hält seinen Nachfolger Gianni Infantino für unglaubwürdig und hat dessen jüngste Äußerungen mit beißender Ironie kommentiert.

„Gianni Infantino, der Größte! Ein wahrhaft bemerkenswerter Auftritt in Zürich: Infantino, offenbar ein guter Katholik, beichtet erst seine Sünden und verspricht dann 25 Millionen“, schrieb der 90 Jahre alte Blatter bei X: „Beichte, Ablass und Absolution in einem einzigen Auftritt! Der Papst dürfte Freude haben.“

Blatter macht sich über Infantino lustig
Blatter macht sich über Infantino lustigBlatter macht sich über Infantino lustig© AFP/SID/FABRICE COFFRINI

Infantino hatte bei der mit Spannung erwarteten Council-Sitzung des Fußball-Weltverbandes am Donnerstag um Entschuldigung gebeten, aber wichtige Fragen offengelassen. Er rief in der Sitzung zur Einheit auf und bekräftigte, dass Fußball für alle und überall da sei. Der FIFA-Präsident war infolge seines gescheiterten Investorenvorhabens massiv unter Druck geraten.

Blatter pestet gegen Infantino

Die FIFA bestätigte, dass ein sogenannter Entwicklungsfonds für die 211 Mitgliedsverbände in Höhe von 6,35 Milliarden US-Dollar aus ihren Rücklagen eingerichtet und bei der Sitzung im Dezember finalisiert werden soll. Im nächsten Vierjahreszyklus erhielte jeder Mitgliedsverband damit rund 25 Millionen US-Dollar (etwa 22 Millionen Euro), bisher waren es zehn Millionen US-Dollar. Eine ähnliche Forderung hatte zuvor unter anderem die UEFA gestellt.

Blatter hält das Vorgehen Infantinos für durchschaubar. „Im Fußball gilt wie in der Kirche: Glaubwürdigkeit lässt sich nicht erkaufen“, schrieb der Schweizer.