Karten-Hagel! Leverkusen und Stuttgart gehen sich an die Gurgel

Karten-Hagel! Leverkusen und Stuttgart gehen sich an die Gurgel

Das hitzige Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart läuft kurz vor der Pause aus dem Ruder. Nach gleich mehreren Rudelbildungen hagelt es Karten.

Karten-Hagel und Torfestival im hitzigen Bundesliga-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart (2:4)! Kurz vor der Pause lief die schon wild gestartete Partie zwischen den beiden Europacup-Teilnehmern so richtig aus dem Ruder.

Auslöser in der 39. Minute waren gleich mehrere harte Zweikämpfe in Serie, bei denen die Leverkusener mehrfach auf die Socken bekamen – gepfiffen wurde dann ein zu heftiger Einsatz gegen Afonso Moreira. Danach ging es zur Sache!

Es wurde hitzig zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart
Es wurde hitzig zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB StuttgartEs wurde hitzig zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart© IMAGO/Nordphoto

Bayer Leverkusen vs. VfB Stuttgart wird zum Karten-Festival

Schubsereien, Trikotziehen, giftige Ansagen in beide Richtungen – innerhalb von Sekunden hatten sich gleich zwei Rangel-Zellen gebildet, Schiedsrichter Benjamin Brand und seine Assistenten hatten ihre liebe Mühe, die ganzen Streithähne wieder voneinander zu trennen. Unter anderem waren Stuttgarts Jeff Chabot und Leverkusens Aggressiv-Leader Facundo Medina im Zentrum der Rudelbildung.

Als sich die Lage beruhigt hatte, hagelte es dann Karten: Medina und Aleix Garcia hatten sich mit ihrem Einsatz Gelb verdient, auf der Gegenseite wurden Chabot und Luca Jaquez verwarnt. Letzterer hatte kurz darauf mächtig Glück, dass sein Ellenbogenschlag in Moreiras Gesicht von Brand nicht als strafbar erkannt wurde – sonst hätte das Gelb-Rot sein müssen.

So wild ging es bei Bayer vs. VfB zu

Kurios: Das erste Foul gab es quasi schon mit Anpfiff – Ermedin Demirovic war direkt im Mittelkreis in Medina hineingelaufen, kaum dass der Ball im Spiel war.

Insgesamt gab es alleine vor der Pause schon sechs Gelbe Karten. Bereits vor der Rudelbildung hatten bei Leverkusen Ezequiel Fernandez (17. Minute) und Trainer Carles Martínez (18.) eine Verwarnung kassiert.

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Langweilig wurde es auch in der zweiten Hälfte nicht: Maza (53.), Karazor (58.) und Demirovic (64.) schraubten die Karten-Anzahl auf neun.

Stuttgart setzt Ausrufezeichen in Leverkusen

Immerhin hagelte es nicht nur Karten, sondern auch Tore und der VfB Stuttgart setzte ausgerechnet beim Topteam Leverkusen ein Ausrufezeichengelungen. Die schwach in die Saison gestarteten Schwaben setzten sich durch das 4:2 etwas von der Gefahrenzone ab.

Ermedin Demirovic (14./65.), Jamie Leweling (22.) und Bilal El Khannouss (51.) sorgten für den dritten Saisonsieg des gnadenlos effizienten Teams von Trainer Sebastian Hoeneß, das Selbstvertrauen für das knifflige Auswärtsspiel am Dienstag in der Champions League bei Galatasaray Istanbul tankte. Für Bayer trafen Patrik Schick (29.) und Ibrahim Maza (79.), dennoch kassierte die Werkself im Kampf um die Spitzenplätze den zweiten Rückschlag in Folge.

Nach der Nicht-Leistung gegen das Schlusslicht Mönchengladbach (2:3) war der VfB zwar im DFB-Pokal in Paderborn (1:0) erfolgreich gewesen, die erhoffte Reaktion aber schuldig geblieben. „Über Ergebnisse können wir Selbstvertrauen sammeln und dann spielen wir auch wieder besseren Fußball“, sagte Kapitän Deniz Undav: „Aber jetzt gerade zählen nur die Ergebnisse.“

VfB schlägt eiskalt zu

Auch gegen die Leverkusener, mit denen sich Stuttgart in den vergangenen Jahren viele packende Duelle geliefert hatte. In einer hitzigen Anfangsphase arbeiteten sich die Schwaben von Minute zu Minute besser ins Spiel. Und sie schlugen eiskalt zu: Demirovic nutzte die erste Chance im Nachsetzen, nachdem El Khannouss an Bayer-Torhüter Mark Flekken gescheitert war.

Als sich die Rheinländer in Diskussionen mit Schiedsrichter Brand verstrickten, legte der VfB nach: Leweling traf aus dem Gewühl nach einer Ecke. Doch in der Folge rollte eine Leverkusener Angriffswelle nach der anderen auf die Stuttgarter Defensive zu. Schick erzielte per Kopf den Anschluss – und eröffnete damit eine Bayer-Druckphase bis zur Pause.

Der einmal mehr starke Maza setzte den Ball wuchtig an die Latte (33.). Stuttgart entwickelte nur noch einmal Gefahr: Auch Leweling traf den Querbalken (44.). Dazu sorgte ein unnötiges Undav-Foul für Aufsehen, das eine Rudelbildung auslöste. Brand zückte viermal Gelb.

Die Bayer-Profis, deren Siegesserie zuletzt bei der TSG Hoffenheim (0:3) gerissen war, setzten ihre Drangphase zunächst fort. Doch inmitten der Bemühungen erhöhte El Khannouss mit einem Flachschuss. Der VfB konnte sich auf Torhüter Dennis Seimen verlassen – und auf Torjäger Demirovic, der einen perfekten Konter über Undav problemlos vollendete. In einer weiter hitzigen Partie kamen die Rheinländer noch einmal heran.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)