Thomas Helmer warnt Lennart Karl: „Muss Schlüsse daraus ziehen“

Karl? "Das wirkt natürlich ein wenig provokant"
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Karl? "Das wirkt natürlich ein wenig provokant"

Lennart Karls Leistungen für den FC Bayern in dieser Saison sorgen für Diskussionen. Laut Thomas Helmer sind die klaren Worte von Uli Hoeneß und Max Eberl als "Warnschuss" für den Youngster zu verstehen.

In der vergangenen Saison erlebte Lennart Karl beim FC Bayern seinen Durchbruch, jüngst sorgte aber seine Formschwäche und sein Verhalten abseits des Platzes für Diskussionen – und rief sogar Ehrenpräsident Uli Hoeneß auf den Plan, der „ein ernstes Gespräch“ mit dem 18-Jährigen ankündigte und „Demut“ einforderte.

Laut Thomas Helmer sind die Aussagen von Hoeneß und von Sportvorstand Max Eberl, der von dem „ein oder anderen Fehltritt“ sprach, ein „Warnschuss“ für Karl. Das erläuterte der Europameister von 1996 in der SPORT1-Sendung „45 – Die Fußball-Halbzeit“.

Thomas Helmer warnt Lennart Karl
Thomas Helmer warnt Lennart KarlThomas Helmer warnt Lennart Karl© IMAGO/Stephan Wallocha

„Manchmal ist es taktisch geprägt, wenn man sich im Verein abspricht und sagt: ‚Trainer, du machst das nicht, wir machen das jetzt mal. Ich als Sportvorstand Max Eberl oder ich als Ehrenpräsident Uli Hoeneß’“, erklärte der ehemalige Bayern-Profi.

Karls Auftritte seien sicherlich auch im Team des Rekordmeisters ein Thema gewesen. „Das regelt auch eine Mannschaft normalerweise“, meinte Helmer. „Die werden ihn sich schon geschnappt haben.“

Helmer über Karl: „Das wirkt natürlich immer ein wenig provokant“

Der frühere Profi nannte als Beispiel eine Aktion von Karl aus dem Spiel im DFB-Pokal gegen Magdeburg (6:1), die ihm negativ aufgefallen sei: „Gestern hatte er auf dem Platz auch wieder so eine Aktion, wo er aus dem Stand einen vierfachen Übersteiger macht, um dann den Ball weiterzuspielen. Das wirkt natürlich immer ein wenig provokant.“

Für Helmer steht fest: „Da muss er sicher ein wenig dran arbeiten. Er hat ja mit Michael Ballack eigentlich einen Berater, der ihm das sagen sollte und der das sicherlich auch tun wird.“

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Auch Max Eberl hatte sich nach dem Magdeburg-Spiel zur Kritik an Karl und Hoeneß‘ Ansage Stellung bezogen. „Lenny muss auf dem Platz zeigen, dass er wieder rauskommt aus seinem Loch“, erklärte der Sportvorstand. „Ich habe das schon mal gesagt: Bei einem jungen Spieler ist es so, dass nicht jede Leistungskurve nur nach oben geht. Es gibt dann eben auch Rückschläge.“ Einen solchen habe Karl mit der Verletzung vor der WM erleben müssen.

Helmer sieht Lennart Karl gefordert

„Das hat er ein bisschen verkraften müssen“, fügte Eberl an. „Dann klappt noch nicht alles so, wie es letztes Jahr geklappt hat, wo alles wie am Schnürchen geklappt hat. Da muss er sich jetzt wieder zurückarbeiten.“ Wichtig sei, dass Karl sich auf den Fußball konzentriere.

Lennart Karl? "War der ein oder andere Fehltritt dabei"
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Helmer sieht nun ebenfalls den Shootingstar gefordert: „Jetzt hat man ihn mal verwarnt, daran muss er sich halten und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Denn das ist kein Selbstgänger bei Bayern.“

Auch Tah „muss sich strecken“

Ein weiterer Bayern-Akteur, der zuletzt nicht an seine Leistungen aus der vorherigen Spielzeit anknüpfen konnte, ist Jonathan Tah. „Er war die letzte Saison mit Abstand unangefochten – das muss man ganz klar so sagen. Ich glaube, dass er diesen Status ein wenig verloren hat“, analysierte Helmer mit Blick auf den Innenverteidiger.

Minjae Kim habe „ganz schön aufgeholt“, betonte der 61-Jährige weiter. „Man hat das Gefühl, dass Jonathan ein bisschen hinten dran ist, und er muss sich da sicherlich strecken.“

Es sei „keine ganz einfache Situation“ für Tah. „Trotzdem kann ich mich kaum daran erinnern, dass er irgendwann einmal einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat“, hob Helmer abschließend hervor.

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