Starker VfB verpasst gegen Atlético Ausrufezeichen

von SPORT1
Atlético? "Hat ein anderes Standing als Barcelona"
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Atlético? "Hat ein anderes Standing als Barcelona"

Der VfB Stuttgart ist in der Champions League weiterhin ungeschlagen. Die lange überlegenen Schwaben müssen sich gegen das Topteam aus Spanien mit einem Remis begnügen.

Der VfB Stuttgart ist in der Champions League weiterhin auf Kurs, hat aber an einem magischen Europacup-Abend ein dickes Ausrufezeichen verpasst.

Die ambitionierten Schwaben trotzten auch dem europäischen Topteam Atlético Madrid und setzten nach dem 1:1 (1:0) mit nunmehr sieben Punkten ihren starken Start in die Ligaphase fort. Für den VfB war aber nach einer vor allem in der ersten Hälfte starken Leistung mehr möglich gewesen. „Es sind verlorene zwei Punkte. Wir waren klar besser, haben viele Chancen gehabt“, ärgerte sich Kapitän Deniz Undav bei Prime Video.

Deniz Undav hat mit dem VfB Stuttgart einen Sieg knapp verpasst
Deniz Undav hat mit dem VfB Stuttgart einen Sieg knapp verpasstDeniz Undav hat mit dem VfB Stuttgart einen Sieg knapp verpasst© IMAGO/Eibner

VfB Stuttgart: Leweling sorgt für Ekstase

Jamie Leweling brachte die lange Zeit überlegene Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß, die in der Liga bisher maßlos enttäuscht hat, in der 36. Minute in Führung und versetzte die 60.000 Fans in der Arena in Ekstase. Von den hochgelobten Rojiblancos mit Kulttrainer Diego Simeone kam zunächst herzlich wenig. Doch Julián Álvarez glich kurz nach dem Wechsel aus (47.).

Ab der 64. Minute spielte Stuttgart in Überzahl: Morten Hjulmand sah nach grobem Foulspiel Rot. Mit nur vier Punkten steht Atletico vor dem Spiel gegen den FC Bayern bereits unter Druck. „Atlético war in der zweiten Halbzeit am Drücker, dann kam die Rote Karte. Da war es natürlich klar, dass wir mehr Ballbesitz haben werden, dass die Chance kommen wird. Das ist etwas, das uns gerade verfolgt, dass wir aus den Chancen, die wir haben, ein bisschen bis fast gar nichts machen. Deswegen sind es verlorene zwei Punkte“, meinte Undav.

Champions League: VfB mit guter Ausgangsposition

Der VfB befindet sich dagegen in der Königsklasse vor den Aufgaben bei Galatasaray und Inter Mailand mit Blick auf die Playoffs für das Achtelfinale in einer guten Ausgangsposition. Zunächst soll aber in der Liga nach bislang vier Niederlagen am Freitag (20.30 Uhr) gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach die Wende zum Besseren gelingen.

Hoeneß machte kurz vor dem Anpfiff noch einmal die Ambitionen des VfB gegen Atlético deutlich. „Es ist ein großes Spiel, das Nonplusultra, aber auch eine große Chance für uns. Wir wollen nicht nur ein bisschen mitspielen“, betonte er.

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Seimen debütiert in der Champions League

Der VfB, mit Champions-League-Debütant Dennis Seimen im Tor, begann entsprechend mutig und stürmisch. Atletis Topkeeper Jan Oblak musste schon in der ersten Minute gegen Bilal El Khannouss und Josha Vagnoman sein ganzes Können aufbieten. Ohne Abwehrchef Cristian Romero wackelte die Defensive der Gäste, Simeone tobte bereits früh an der Seitenlinie.

Stuttgart blieb am Drücker und der erfahrene Oblak im Mittelpunkt. Atlético um Alejandro Grimaldo, Weltmeister Álex Baena oder Topangreifer Álvarez schien von der VfB-Dominanz überrascht und fand erst einmal nicht statt. Der Tabellenzweite aus Spanien hatte Glück, dass der VfB seine klare Überlegenheit nicht früher ummünzen konnte.

Sammer: „Das macht Spaß“

So dauerte es 36 Minuten, ehe Leweling den VfB mit einem abgefälschten Schuss nach einer wiederholten Balleroberung erlöste. „Das macht Spaß“, sagte Prime-Experte Matthias Sammer in der Halbzeit.

Doch die Freude währte nur kurz. Beim ersten vernünftigen Angriff bediente der eingewechselte Ademola Lookman den zuletzt oft kritisierten Álvarez, der eiskalt abschloss. In der Folge entwickelte sich nun ein offenes und umkämpftes Spiel. Hjulmand übertrieb es mit dem Einsatz gegen Angelo Stiller. In Überzahl übernahm Stuttgart wieder das Kommando, konnte sich aber nicht mehr belohnen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)