Bayern-Trainer warnt vor Bayer

von SID
Bayern-Trainer warnt vor Bayer

Die Münchner Fußballerinnen wollen ihre fast schon unheimliche Serie auch im Pokal gegen Leverkusen weiter ausbauen.

Die Fußballerinnen des FC Bayern sind national seit 62 Pflichtspielen ungeschlagen, und natürlich ist Trainer José Barcala stolz auf diese unglaubliche Serie – viele Worte darüber verlieren möchte er allerdings nicht. Aus Bescheidenheit, aber auch aus Aberglaube. Denn der nächste Gegner ist immer der schwerste – erst recht, wenn er Bayer Leverkusen heißt und im DFB-Pokal wartet.

„In K.o.-Spielen gibt es keine zweite Chance“, sagte Barcala vor dem Achtelfinalduell des Titelverteidigers mit der Werkself am Sonntag (15.00 Uhr/Sky), „das bedeutet einen zusätzlichen Stressfaktor und erfordert ein anderes Mindset. Da ist Erfahrung gefragt.“ Zumal Bayer seine Elf am 4. Bundesliga-Spieltag am Rande einer Niederlage hatte: Die Bayern lagen zweimal zurück und gewannen erst durch ein spätes Tor von Alara (88.).

Bayern ohne Gwinn und Zadrazil

„Sie nutzen jeden kleinen Fehler im Aufbau als Pressing-Trigger“, sagte Barcala über Leverkusen, „du kannst dich nie zurücklehnen, sonst bestrafen sie dich. Wir müssen sehr sicher spielen, in der Restverteidigung und im Gegenpressing sehr gut positioniert sein. Sonst stoßen sie in deinen Rücken.“ Nicht dabei helfen können weiter Giulia Gwinn und Sarah Zadrazil.

Und die Serie? Die gehöre natürlich nicht ihm alleine, betonte Barcala, „sie hat schon unter Alexander Straus begonnen, so viele Menschen haben hart daran gearbeitet. Das geht nicht ohne sehr viel Talent und Balance im Kader, was viele, viele Stunden Arbeit im Management und des Staffs bedeutet. Aber das Wichtigste ist die Professionalität und der Hunger der Spielerinnen.“

Wie bei Momoko Tanikawa. Die Japanerin, lobte Barcala, sei unberechenbar, „weil sie nie den naheliegenden Pass spielt. Sie entzieht sich dem Gegner und kann in sehr engen Räumen spielen – das tun besondere Spielerinnen.“ Steigerungspotenzial sieht Barcala dennoch – etwa, wenn der Gegner „härter“ spiele. Wie Leverkusen?