Blessin pustet nach „Willenssieg“ durch – und will mehr
"Ich will nicht auf die Euphoriebremse treten, aber wir haben weiterhin nur drei Punkte", sagt der neue Gladbach-Trainer nach dem Erfolg gegen den KSC.
Endlich ein Heimsieg, sogar in Unterzahl, doch von einer vollzogenen Wende wollte Gladbach-Trainer Alexander Blessin nichts wissen. „Ich will nicht auf die Euphoriebremse treten, aber wir haben weiterhin nur drei Punkte“, sagte der Borussia-Coach nach dem 2:0 (1:0)-Arbeitssieg im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC mit Blick auf die Bundesliga. Dann aber gab er doch noch zu: „Klar tut das gut. Das ist ein gutes Gefühl.“
Kein Wunder: Erst das 3:2 in Stuttgart, dann der Sieg mit zehn Mann gegen den KSC – nach dem Horrorstart mit sechs Niederlagen ist ein Aufwärtstrend erkennbar. „Solche Willenssiege helfen uns“, sagte Blessin, dessen Elf nach der Roten Karte gegen Philipp Sander (39.) dem Druck standgehalten hatte.
Klar ist aber auch: In der Liga ist die Borussia weiter Letzter, im Heimspiel gegen den SC Paderborn ist am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ein Sieg Pflicht. „Es ist scheißegal, ob wir jetzt schön spielen oder nicht – wir brauchen Punkte“, sagte Torschütze Robin Hack über den anstehenden Abstiegskampf.
Dass die Mannschaft nach wie vor lebt, hatte sich schon in Stuttgart gezeigt. Auch gegen Karlsruhe überstand die Borussia mit viel Einsatz die lange Unterzahl, es war eine Art Teambuilding auf dem Rasen. Blessin sprach von einer „Wagenburgmentalität“ und betonte: „Die Mannschaft ist intakt, sie will.“
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Weil sich zudem die personelle Lage zunehmend entspannt, wächst die Hoffnung auf bessere Zeiten – und erst einmal den dritten Sieg in Folge, der das Loch zu Platz 17 schließen würde. Doch Blessin gab wieder den Mahner. Es dürfe niemand erwarten, dass wir Paderborn „wegfideln. Die haben fünf Punkte mehr als wir, sind eine eingespielte Mannschaft“, sagt er. Seine Erwartung ist dennoch deutlich: „Wir wollen den Aufwärtstrend mitnehmen. Dass wir dieses Spiel gewinnen wollen, ist ganz klar.“