U21 vor Quali-Finale: Viele Fans, kein Bundestrainer
Jürgen Klopp soll laut DFB am Dienstag nicht auf der Tribüne sitzen. Dafür kommen so viele Fans wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Wohl kein Bundestrainer, dafür jede Menge Fans: Die deutschen U21-Fußballer dürfen sich beim letzten Schritt Richtung EM-Ticket auf eine tolle Atmosphäre freuen. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor dem Quali-Finale am Dienstag (18.00 Uhr/ProSieben Maxx) in Bielefeld gegen Georgien mitteilte, sind bereits mehr als 17.000 Tickets verkauft worden – und damit so viele wie seit über 20 Jahren nicht mehr.
DFB hofft auf U21-Fanrekord
Letztmals kamen im Oktober 2006 in Leverkusen gegen England (0:2) mit 20.800 mehr Fans zu einem U21-Heimspiel, der Rekord liegt bei 28.000 (1982 in Augsburg gegen Spanien). Der DFB hofft am Dienstag noch auf zahlreiche Tagesgäste. „Ich kann die Atmosphäre jetzt schon spüren, dass das gut wird“, sagte Trainer Antonio Di Salvo, der als gebürtiger Paderborner unweit seiner Heimat auch auf Familie und Freude zählen kann: „Das ist für uns nur Motivation, kein Druck.“
Jürgen Klopp hingegen soll laut DFB wohl nicht kommen, man sei jedoch vor allem über WhatsApp „in einem sehr guten Austausch“, sagte Di Salvo.
Sieg-Pflicht für EM-Gruppensieg
Mit einem Sieg ist die DFB-Auswahl als Gruppensieger sicher für die EM im Sommer 2027 in Albanien und Serbien (16. Juni bis 3. Juli) qualifiziert, ansonsten heißt es in der Gruppe F im Fernduell mit den punktgleichen Griechen zittern. Dem Gruppenzweiten droht der Umweg über die Playoffs. „Wir müssen gewinnen, um sicher durch zu sein. Das ist unser Ziel“, sagte Di Salvo.
Nach der Verletzung des Augsburgers Noahkai Banks (Knie) musste auch Linus Gechter (Hertha BSC) mit einer Grippe vorzeitig abreisen. Für Banks und den zum A-Kader rübergewechselten Tom Bischof hatte Di Salvo bereits am Sonntag Tim Drexler (RB Salzburg) und Cajetan Lenz (TSG Hoffenheim) nachnominiert, am Montag stieß zudem noch Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt) zum Team. Bei Louey Ben Farhat (Karlsruher SC) wartete der DFB bis zuletzt noch immer auf die Spielgenehmigung seitens der FIFA.