Als Mourinho beinahe Barca-Trainer geworden wäre

von SPORT1
Mourinho reagiert genervt auf Flick-Frage
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Mourinho reagiert genervt auf Flick-Frage

Rückblick vor dem Clásico: José Mourinho wollte 2008 Trainer des FC Barcelona werden und stellte einen detaillierten Plan vor - den Job erhielt aber Pep Guardiola.

José Mourinho stand 2008 offenbar deutlich näher am Trainerposten beim FC Barcelona, als bislang bekannt war. Wie Mundo Deportivo berichtet, präsentierte der heutige Trainer von Real Madrid (Der Clásico heute ab 21 Uhr im LIVETICKER) dem damaligen Vizepräsidenten Marc Ingla bei einem Treffen in Lissabon auf einem USB-Stick ein 27-seitiges Konzept für seine Zeit beim Klub.

Die Zusammenkunft soll auf Initiative von Mourinhos Berater Jorge Mendes in dessen Gestifute-Büro zustande gekommen sein. Ingla reiste demnach allein an, nachdem Sportdirektor Txiki Begiristain abgesagt hatte. Mourinho, nach seinem Aus beim FC Chelsea ohne Verein, wollte mit seiner Familie offenbar nach Barcelona zurückkehren, wo er zuvor als Assistent von Bobby Robson und Louis van Gaal gearbeitet hatte.

José Mourinho (vorne) zusammen mit Pep Guardiola
José Mourinho (vorne) zusammen mit Pep GuardiolaJosé Mourinho (vorne) zusammen mit Pep Guardiola© IMAGO/Marca

Mourinho stellte wohl Ronaldinhos Barca-Zukunft infrage

Der damalige Kandidat lieferte eine genaue sportliche Vorstellung: Mourinho setzte auf ein 4-3-3-System und wollte Ballbesitz zur Grundlage sämtlicher Trainingseinheiten machen. Zudem nahm er den Kader unter die Lupe. Ronaldinhos Verbleib stellte er infrage, während er Samuel Eto’o und Deco behalten wollte. Sylvinho, Lilian Thuram und Santi Ezquerro sah er dagegen als Abgänge, bei Edmílson, Oleguer und Gianluca Zambrotta hinterfragte er die Rolle im Aufgebot.

Zu möglichen Neuzugängen äußerte sich Mourinho laut dem Bericht nicht. Für seinen Trainerstab brachte er allerdings ehemalige Barça-Profis wie Luis Enrique, Chapi Ferrer und Sergi Barjuan ins Gespräch. Schwierigkeiten gab es demnach vor allem bei der Frage, wie der als streitbar geltende Coach künftig mit den Medien umgehen würde.

Mourinho wird nach Absage zum Barca-Rivalen

Am Ende entschied sich Präsident Joan Laporta nach Beratung mit Johan Cruyff für die Beförderung von Pep Guardiola, der damals die zweite Mannschaft trainierte. Guardiola löste Frank Rijkaard ab und gewann mit Barcelona in vier Jahren 14 Titel.

Mourinho wurde 2010 erstmals Trainer von Real Madrid und zu einem der großen Rivalen des katalanischen Klubs. Nach seinem Abschied drei Jahre später kehrte der Portugiese im vergangenen Sommer für seine zweite Amtszeit zurück zu den Königlichen.


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.