United-Idol zerlegt seinen Klub: „Erbärmlich“
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Manchester United gelingt in der Liga erneut kein Sieg. Vereinslegende Gary Neville geht mit den Red Devils hart ins Gericht.
United-Legende Gary Neville ist mit der Mannschaft der Red Devils nach dem Unentschieden beim FC Fulham (1:1) hart ins Gericht gegangen. Dabei prangerte er in einer fulminanten Wutrede vor allem die Einstellung der Spieler an.
„Ich verfolge Manchester United seit meinem fünften Lebensjahr, aber das waren die schlimmsten 15 Minuten, die ich je von ihnen gesehen habe“, sagte Neville am Sonntagabend bei Sky Sports.
Der Auftritt sei „absolut erbärmlich“ gewesen: „Sie haben 15 Minuten lang nur so vor sich hin gespielt und im Fußball bekommt man eben das, was man verdient. Vielleicht kommt noch eine Reaktion, aber ich habe noch nie einen solchen Mangel an Einsatzbereitschaft über 15 bis 20 Minuten hinweg gesehen, wie ich ihn gerade dort erlebt habe.“
Manchester United kassiert Slapstick-Eigentor
Nach einer torlosen ersten Hälfte war Manchester United durch ein Slapstick-Eigentor von Lisandro MartÃnez unglücklich in Rückstand geraten (63.) – jenes Gegentor fiel in eine Phase, in der sich die Red Devils kaum wehrten und die Neville zu seiner Wutrede veranlasste. Spät gelang noch der Ausgleich durch Matheus Cunha (89.).
„Was muss sich Carrick gedacht haben? Er kann wahrscheinlich gar nicht glauben, was er in diesen 15 oder 20 Minuten gesehen hat. Er muss jetzt handeln. Mit einem solchen Mangel an Dringlichkeit werden sie es nicht weit bringen. Ich weiß nicht, ob es Angst oder Selbstzufriedenheit ist, aber sie geben sich einfach keine Mühe“, erklärte Neville weiter.
United hat nach fünf Spieltagen in der Premier League nur einen Sieg vorzuweisen (5:2 gegen Ipswich Town). Daneben stehen zwei Remis und zwei Niederlagen. Die Konsequenz: Platz zwölf in der Tabelle.
Neville selbst hatte von 1992 bis 2011 bei ManUnited gespielt. Dabei wurde er achtmal Meister und gewann zweimal die Champions League. Von 2006 bis 2011 lief er gemeinsam mit dem heutigen Trainer Michael Carrick auf.