Laut ARD-Bericht: Zehn Millionen Kinder von Doping betroffen

von SID
Laut ARD-Bericht: Zehn Millionen Kinder von Doping betroffen

Eine neue Doku-Serie zeigt ein weltweites Problem - nicht nur im Spitzensport.

Doping von Kindern ist einem Bericht der ARD zufolge ein weltweites Problem. Demnach seien zehn Millionen Minderjährige von Kinderdoping betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt die sechsteilige Dokuserie „Geheimsache Doping: Kinder“, die ab dem 13. November in der Mediathek der ARD zu sehen ist und jahrelange Recherchen zusammenfasst.

Auf Grundlage von Angaben der Vereinten Nationen, nach denen eine Mindestzahl von 200 Millionen Kindern zwischen acht und 17 Jahren weltweit Wettkampfsport betreibt, werteten die ARD und andere Experten Erkenntnisse einer Vielzahl von Studien und vertraulichen Befragungen in 15 Ländern aus.

„Ausgehend von 200 Millionen Kindern im Wettkampfsport und den Befragungen in den vorliegenden Studien, in denen durchschnittlich fünf bis sechs Prozent der Kinder sagen, mit Doping in Berührung gekommen zu sein, heißt das hochgerechnet: Es sind zehn Millionen Kinder von Doping betroffen“, sagte Paulo David, ehemaliger Sekretär des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes, der ARD-Dopingredaktion.

Der Großteil der verwendeten Befragungen bezog sich auf „harte“ Dopingmittel wie anabole Steroide und Wachstumshormone. Die Einnahme beschränkt sich dabei nicht auf den Nachwuchs-Spitzensport, auch bis hinab zu lokalen Wettkämpfen, bei denen nicht kontrolliert wird, werde manipuliert, zumeist folgenlos.

DEINE MEINUNG

„Es gibt ein großes, massives Problem, und nichts wird dagegen unternommen“, sagte Paulo David. Die Aufklärung beim Kinderdoping liegt bei 0,001 Prozent. Dies ergibt sich aus den Zahlen eines betitelten Untersuchungsbericht der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).