Russell will noch lange um Titel kämpfen
George Russell hat noch große Ziele in der Formel 1. Vorbild für eine lange Karriere ist der Rekordweltmeister.
George Russell will die bislang enttäuschendste Saison seiner Formel-1-Karriere abschütteln und sich den Traum vom WM-Titel in Zukunft erfüllen – selbst wenn er dafür noch mehr als zehn Jahre im Cockpit sitzen muss.
„Diese Saison wird meine Karriere nicht definieren, sie wird mich nicht brechen, sondern stärker machen“, sagte der Mercedes-Pilot vor dem Großen Preis von Mexiko. Am Sonntag (21.00 Uhr MEZ) wird Russells Teamkollege Kimi Antonelli sich dort mit großer Sicherheit in seiner erst zweiten Saison erstmals zum Weltmeister krönen.
„Das ist auf keinen Fall das Ende meiner Reise, ich habe noch gute 12 bis 15 Jahre vor mir“, sagte Russell, der vor allem mit Blick auf zwei Konkurrenten an eine lange Karriere glaubt: „Ich bin 28, und ich sehe, wie Lewis Hamilton mit 41 noch sehr gut unterwegs ist, Fernando Alonso ist schon 45. Und Lewis hat die meisten seiner WM-Titel in seinen Dreißigern gewonnen.“
Russell, schon seit 2019 in der Formel 1, war als klarer Titelfavorit ins Jahr 2026 gegangen, Antonelli stellte ihn dann aber in den Schatten. Es könnte bis auf Weiteres die größte WM-Chance für Russell gewesen sein. Denn in diesem Jahr war der Mercedes das konstanteste Auto und damit titelfähig – ob das auch in der kommenden Saison der Fall sein wird, ist unklar.
Red Bull und Ferrari haben aufgeholt
Red Bull mit Max Verstappen und Ferrari mit Hamilton und Charles Leclerc haben aufgeholt und wirken nicht mehr schwächer als die Silberpfeile, 2027 könnte damit unter anderen Vorzeichen beginnen.
Dem internen Duell mit dem erst 20 Jahre alten Antonelli will Russell künftig nicht zu viel Bedeutung beimessen. „Wir sind keine Boxer, die mit nur einer anderen Person im Ring stehen“, sagte er: „Wir kämpfen viel mehr mit uns selbst. Ich schaue nicht auf meinen Hauptgegner. Ich schaue eher in den Spiegel und frage mich, wie ich diese schwachen Leistungen verhindern kann.“
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Am Sonntag genügt Antonelli ein neunter Platz, um selbst im Falle eines Sieges von Russell schon vier Rennen vor Schluss Weltmeister zu werden.