„Sorry, Jungs“: Hamilton schiebt Frust
Der Rekordweltmeister trifft beim Großen Preis von Singapur eine folgenschwere Entscheidung.
Lewis Hamilton war bitterlich enttäuscht. „Sorry, Jungs“, sagte er am Teamfunk: „Ich habe euch mit dieser Strategie im Stich gelassen.“
Weil der Rekordweltmeister beim Großen Preis von Singapur eine Virtuelle Safety Car Phase nicht für einen Reifenwechsel genutzt hatte, purzelte dieser in der Endphase des Nachtrennens auf abgenutzten Softs vom Podium bis auf Platz sechs zurück – und sorgte so für mächtig Frust im Hause Ferrari.
Vasseur kritisiert Hamiltons Boxen-Irrtum
Die Scuderia hatte schließlich sowohl Hamilton als auch Teamkollege Charles Leclerc in Runde 39 an die Box beordert. Doch im Gegensatz zum Monegassen, der am Ende hinter dem späteren Sieger Max Verstappen Zweiter wurde, blieb Hamilton draußen. „Das war meine Entscheidung, und dadurch habe ich uns wertvolle Punkte gekostet“, sagte der Brite: „Ich werde versuchen, das beim nächsten Mal wieder gutzumachen.“
Fred Vasseur war nicht angetan von seinem Superstar. „Wir haben ihn gerufen, wir haben beide in die Box gerufen“, sagte der Ferrari-Teamchef, über dessen weitere Zukunft beim Traditionsrennstall seit Wochen spekuliert wird, bei Sky Sports: „Er hat die Einfahrt in die Boxengasse verpasst, und ehrlich gesagt ist das ein bisschen schade, denn dadurch verpasst er auch einen Podiumsplatz.“ Die Ansage über den Funk sei „glasklar“ gewesen, führte der Franzose weiter aus.
Hamilton schweigt – Fokus Austin
Hamilton, der in Singapur von seiner prominenten Partnerin Kim Kardashian angefeuert wurde, nahm nicht weiter Stellung. Laut Ferrari habe er sich nach dem Rennen nicht wohlgefühlt und musste deshalb nicht die Fragen der wartenden Journalisten beantworten.
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Und so richtete Vasseur den Blick nach vorne: „Jetzt konzentrieren wir uns auf Austin“, sagte er mit Blick auf den Großen Preis der USA Ende Oktober: „Die Leistung an diesem Wochenende war in Ordnung.“