„Club der Besten“ schaut Olympia-Wahl
Die erfolgreichen Athletinnen und Athleten blicken aus Ägypten gespannt nach Baden-Baden, wo die Entscheidung über den deutschen Bewerber fällt.
Die Wahl des deutschen Olympiabewerbers wird auch im Aldiana Club Naga Bay in Ägypten aufmerksam verfolgt werden. Im Luxusressort am Roten Meer urlauben derzeit 80 Medaillengewinner und -gewinnerinnen aus olympischen und paralympischen Disziplinen auf Einladung der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Der „Club der Besten“ hat sich zur Watchparty am Samstagmittag verabredet, das Ergebnis der DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden dürfte für Gesprächsstoff sorgen.
„Wir sind wahnsinnig gespannt“, sagt Sporthilfe-Vorstand Max Hartung. Die Stiftung unterstützt den Anlauf des Deutschen Olympischen Sportbundes, erstmals seit 1972 wieder Olympische Spiele nach Deutschland zu holen. Mit welcher Region sich der DOSB für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 beim IOC bewerben soll, darüber gehen die Meinungen der Athletinnen und Athleten auseinander. Berlin, München und Köln/Rhein-Ruhr stehen zur Wahl.
Nolte: „Ich hoffe, dass es NRW wird“
„Ich hoffe, dass es NRW wird“, sagt Bob-Olympiasiegerin Laura Nolte, die aus Unna stammt. Ihr früherer Teamkollege Johannes Lochner, der nach den Olympiasiegen von Mailand/Cortina im Zweier und Vierer seine Karriere beendet hat, favorisiert ebenfalls seine Heimat. „Ich glaube, dass es Bayern wird“, sagt der gebürtige Berchtesgadener: „Wenn die Spiele wieder nach München kommen, werden es richtig geile Spiele.“
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Letztlich, sagt Laura Nolte, sei es aber gar nicht so wichtig, wer am Samstag das Rennen macht. „Hauptsache, Olympia kommt nach Deutschland. Das wäre sehr wichtig für unser Land“, meint die Sportsoldatin. So sieht es auch Paralympics-Champion Taliso Engel. „Ich freue mich, dass sich Deutschland bewirbt. Egal, welcher Standort es wird, es ist großartig, dass wir die Spiele nach Deutschland holen wollen“, sagt der Schwimmer.