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Üble Szenen: Pogacar-Helfer in Massensturz verwickelt

Übler Massensturz trifft Pogacar-Helfer

Bart Lemmen übernimmt die Führung in der Gesamtwertung. João Almeida stürzt und fährt mit einer blutigen Wunde am Oberschenkel ins Ziel.
Radprofi Bart Lemmen
Radprofi Bart Lemmen
© picture alliance/Sipa USA|Just Pictures/SID/Pascal von Büren
Bart Lemmen übernimmt die Führung in der Gesamtwertung. João Almeida stürzt und fährt mit einer blutigen Wunde am Oberschenkel ins Ziel.

Der niederländische Radprofi Bart Lemmen vom Team Visma–Lease a Bike hat die von einem Massensturz überschattete vierte Etappe der Polen-Rundfahrt gewonnen. Der 30-Jährige setzte sich am Donnerstag nach 161,9 km von Zagan nach Karpacz hauchdünn vor dem Italiener Christian Scaroni (XDS Astana) durch.

Dritter wurde der Franzose Axel Laurance (Netcompany INEOS/+14 Sekunden) vor dem früheren deutschen Meister Marco Brenner (Tudor Pro Cycling).

42 km vor dem Ziel war es auf nasser Straße zu einem schweren Sturz gekommen. Auch Topfavorit João Almeida (UAE Emirates-XRG), der in zwei Wochen bei der Vuelta a España als Edelhelfer des Überfliegers Tadej Pogacar eingeplant ist, kam zu Fall. Das Rennen wurde daraufhin neutralisiert und um 15 km verkürzt, um allen Fahrern medizinische Hilfe zu gewährleisten. Almeida erreichte das Ziel mit 16 Minuten Rückstand.

Pogacar-Helfer Almeida zieht sich blutende Wunde zu

25 Minuten später startete das Rennen erneut, und Almeida ging mit einer blutigen Wunde am Oberschenkel auf die letzten 27 Kilometer. Am Schlussanstieg setzten sich Scaroni, Brenner und Lemmen ab. Lemmen hatte am Ende die besten Beine.

Durch seinen Sieg übernahm der Niederländer auch die Führung in der Gesamtwertung, er liegt sechs Sekunden vor Scaroni. Brenner ist mit 26 Sekunden Rückstand Dritter. Für Lemmens Teamkollegen Anton Schiffer aus Mühlacker ist die Rundfahrt hingegen vorbei. Der 26-Jährige war am Mittwoch auf dem dritten Teilstück gestürzt und hatte sich dabei zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen das Schlüsselbein gebrochen.

Am Freitag führt die fünfte Etappe über 218,9 km von Opole an Katowice vorbei bis nach Targanice. Das Teilstück ist weitestgehend flach. Neben vier Sprintwertungen stehen gegen Etappenende zwei Bergwertungen an. Die letzten eineinhalb Kilometer vor dem Ziel haben eine durchschnittliche Steigung von 11,5 Prozent. Bis zum Finale am Sonntag, das mit einem Zeitfahren in den Bergen der Hohen Tatra endet, werden die Etappen zunehmend anspruchsvoller.