Heftige Kritik an Vingegaard
Jonas Vingegaard verzichtet nach seinem Schlüsselbeinbruch bei der Tour de France auf die Straßenrad-WM in Montreal. In seiner dänischen Heimat sorgt die Entscheidung weiter für Diskussionen. Ein Ex-Profi legt mit scharfer Kritik nach.
Jonas Vingegaard muss nach seiner Absage für die Straßenrad-Weltmeisterschaften in Montreal heftige Kritik einstecken. Der dänische Ex-Profi Brian Holm stellte die Entscheidung des zweimaligen Tour-de-France-Siegers öffentlich infrage und unterstellte ihm fehlenden Ehrgeiz im Kampf um das Regenbogentrikot.
Keine Lust? Vingegaard unter Beschuss
Vingegaard hatte nach seinem bei der Tour de France erlittenen Schlüsselbeinbruch frühzeitig erklärt, in dieser Saison kein Rennen mehr zu bestreiten. Damit verpasst der 29-Jährige auch die WM, bei der am Sonntag um 15 Uhr das Straßenrennen ausgetragen wird.
Im Podcast Café Eddy äußerte Holm massive Zweifel an der Motivation seines Landsmanns. „Meine Theorie ist, dass Jonas gar keine Lust hat, Weltmeister zu werden. Wenn man ihm sagen würde, dass er den WM-Titel am Sonntag sicher bekommt, dann würde er trotzdem am liebsten frei haben.“
Auch Pogacar fehlt verletzungsbedingt
Besonders unverständlich ist die Absage für Holm, weil die Strecke in Montreal nach seiner Einschätzung ideal zu den Fähigkeiten Vingegaards passe. Zudem fehlt mit Tadej Pogacar einer der größten Konkurrenten verletzungsbedingt bei der Titelvergabe.
Der ehemalige Profi ging sogar noch einen Schritt weiter. „Er will nicht antreten, aus Angst, erneut das Gesicht zu verlieren und ganz Dänemark zu enttäuschen“, sagte Holm.
Als Erklärung verwies der 63-Jährige auf die Persönlichkeit des Tour-Stars. Während viele Fahrer davon träumten, Weltmeister zu werden und die öffentliche Aufmerksamkeit genössen, sei der Visma-Fahrer anders veranlagt. „Vingegaard ist ganz anders. Er möchte das am liebsten vermeiden“, meinte Holm und fügte hinzu: „Er hält nichts von all dem mit Feierlichkeiten und einem Sektempfang.“
Vingegaards WM-Absage hatte in Dänemark bereits zuvor für Diskussionen gesorgt. Schon im August hatte Ex-Tour-Sieger Bjarne Riis die Entscheidung des Visma-Profis kritisiert. „Es ist einfach schade, traurig und enttäuschend“, erklärte Vingegaards Landsmann beim dänischen TV-Sender BT.
Der Däne hat 2022 und 2023 die Tour de France gewonnen, dazu 2025 die Vuelta und 2026 den Giro. Vor allem bei der Tour dominiert allerdings seit Jahren sein großer Konkurrent Pogacar und gewann das Rennen auch bei der jüngsten Ausgabe. Vingegaard brach sich bei einem schweren Sturz auf der 15. Etappe das Schlüsselbein und musste aufgeben.
Weitere News
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.