Tödliche Angriffe ändern Zverev-Pläne

von SID
Tödliche Angriffe ändern Zverev-Pläne

An Tennis ist in Saudi-Arabien derzeit nicht zu denken. Der neue Termin fällt in die Vorbereitungsphase für die Australian Open.

Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev wird in der kommenden Woche nicht wie geplant beim lukrativen „Six Kings Slam“ in Saudi-Arabien aufschlagen. Das umstrittene Show-Turnier in Riad wurde aufgrund der tödlichen Angriffe der Huthi-Miliz im Wüstenstaat auf Ende Dezember verschoben.

Das teilte Turki Al-Sheikh, Vorsitzender der für das Turnier und die Veranstaltungsserie „Riyadh season“ zuständigen General Entertainment Authority, am Mittwoch mit. Ursprünglich sollte die dritte Auflage des Wettbewerbs vom 21. bis 24. Oktober steigen.

Alexander Zverev und Co. können nicht wie geplant in Saudi-Arabien starten
Alexander Zverev und Co. können nicht wie geplant in Saudi-Arabien startenAlexander Zverev und Co. können nicht wie geplant in Saudi-Arabien starten© IMAGO/Sven Simon

Neben Zverev hatten im Sommer auch Carlos Alcaraz (Spanien), Wimbledonsieger Jannik Sinner (Italien), Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic (Serbien) sowie Taylor Fritz (USA) und Alex de Minaur (Australien) ihre Zusage für das Turnier gegeben.

Keine Punkte, aber viel Geld: Das winkt Zverev und Co.

Sinner, der von Zverev in den kommenden Wochen von der Spitze der Weltrangliste verdrängt wird, hatte seine Saison verletzungsbedingt aber ohnehin frühzeitig beendet und sollte durch Learner Tien (USA) ersetzt werden. Der neue Termin (27. bis 30. Dezember) fällt nun in die Vorbereitungsphase für die Australian Open im Januar in Melbourne.

ATP-Punkte können die Teilnehmer beim „Six Kings Slam“ nicht sammeln, da das Turnier nicht Teil des Tour-Kalenders ist. Finanziell lohnt es sich aber: Der zweimalige Champion Sinner erhielt 2025 neben 1,5 Millionen Dollar Startgeld auch 4,5 Millionen Dollar Siegprämie.

Nach einer Serie tödlicher Angriffe der Huthi-Miliz war der internationale Flughafen von Riad zuletzt geschlossen worden. Der Flugstopp soll zunächst bis zum Wochenende gelten.