Im Tennis soll sich bald einiges ändern

von SPORT1
Im Tennis soll sich bald einiges ändern

Der ATP-Boss Andrea Gaudenzi stellt in einem offenen Brief diverse Reformen für das Jahr 2028 in Aussicht.

Die ATP plant für 2028 einen größeren Umbau ihres Systems. Tour-Chef Andrea Gaudenzi hat in einem offenen Brief die nächste Phase der Strategie OneVision skizziert: höhere Vergütungen, ein neu ausgerichtetes Ranking und eine klarere Turnierstruktur sollen die Belastung der Profis senken.

Die Vorschläge müssen noch von den zuständigen ATP-Gremien genehmigt werden. Gaudenzi erklärte: „Wir haben die Verantwortung, den Wettbewerb zu stärken, Anreize besser aufeinander abzustimmen und die Unterstützung auf mehr Spieler auszuweiten, damit sie die Kosten des Tour-Alltags bewältigen können.“

Im Zentrum steht ein deutlich größeres finanzielles Sicherheitsnetz. Der Bonus-Pool soll von 21,5 auf 50 Millionen US-Dollar steigen. Hinzu kämen 25 Millionen US-Dollar an am Saisonende ausgezahlten Boni für die Top 250 der Weltrangliste sowie jährlich rund 30 Millionen US-Dollar für die Altersvorsorge von 300 Spielern. Damit würde die zentrale ATP-Unterstützung ab 2028 die Marke von 100 Millionen US-Dollar pro Jahr übersteigen; inklusive Preisgeldern und Gewinnbeteiligungen rechnet die Tour – ohne die eigenständig organisierten Grand Slams – mit 350 Millionen US-Dollar Gesamtvergütung.

Tennis-Boss plant große Veränderungen

Auch die Weltrangliste soll stärker die Ergebnisse bei den bedeutendsten Turnieren widerspiegeln. Die ATP will damit den Anreiz verringern, nach einem frühen Aus oder einer enttäuschenden Woche möglichst viele weitere Events zur Punktejagd zu spielen.

Konkrete Änderungen an der Punkteverteilung stehen noch aus. Parallel soll der Kalender über feste Wochen für einzelne Turnierkategorien übersichtlicher werden – auch mit Blick auf das zehnte Masters-1000-Turnier in Saudi-Arabien.

DEINE MEINUNG

„Anreize, keine Verpflichtungen: Die Spieler entscheiden, wo und wann sie antreten, und die Struktur muss dafür sorgen, dass die beste Entscheidung auch die wirtschaftlich sinnvollste ist“, schrieb Gaudenzi. Zudem prüft die ATP Anpassungen bei Formaten und im Doppel. Mögliche Umschichtungen sollen bei den Spielern bleiben und etwa Preisgelder in der Qualifikation sowie den frühen Einzelrunden stärken. Über das Paket sollen unter anderem Player Advisory Council, Tournament Advisory Council und ATP Board beraten.


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.