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Der Touchdown-König der GFL

Der Touchdown-König der GFL

Die Potsdam Royals treten am Sonntag erstmals in den Playoffs der GFL an. Auch Erfolgsgarant Jake Mayon ist mit von der Partie. Der Running Back wurde einst von einem NFL-Team umworben.
Die Potsdam Royals sorgten im Hinspiel für die höchste GFL-Heimniederlage der New Yorker Lions überhaupt (3:50). Im Rückspiel gelang Braunschweig beim 35:20-Sieg dann aber die Revanche.
Franziska Wendler
Franziska Wendler
von Franziska Wendler

In der German Football League haben die Playoffs begonnen. Erstmals nehmen daran auch die Potsdam Royals teil. Am Sonntag geht es ab 16 Uhr im Viertelfinale gegen die Munich Cowboys (GFL-Playoffs: Potsdam Royals - Munich Cowboys Live im TV auf SPORT1 und im Stream).

Entscheidenden Anteil am Einzug der Royals in die Postseason hat Running Back Jake Mayon. Denn der US-Amerikaner hat in der Regular Season Zahlen aufgelegt, von denen die meisten Spieler seiner Position nur träumen können. (GFL: Spielplan/Ergebnisse und Tabellen)

In neun Spielen verbuchte er beeindruckende 1.419 Yards, was im Schnitt 157,7 Yards pro Spiel bedeutet. Außerdem durfte er sich ganze 21 Mal über einen Touchdown freuen. In allen Kategorien der Bestwert der gesamten Liga. So überraschte es nicht, dass das Team aus Potsdam seinem Spieler zum „GFL-Rushing-Title 2021“ gratulieren konnte.

Dass der Sportler überhaupt das Trikot der Royals trägt, liegt auch an der Corona-Pandemie. Denn ursprünglich waren seine Pläne ganz andere. Der aus Bolingbrook im US-Bundesstaat Illinois stammende Mayon hatte mit seinen Leistungen an der Northern Michigan University, einem NCAA Division II College, nämlich so manchen NFL-Scout auf sich aufmerksam gemacht.

Chicago Bears an Running Back interessiert

4.220 Yards und 38 Touchdowns brachte er auf das Scoreboard und brach damit so manchen Rekord. Als er vor dem NFL-Draft 2020 bei einem regionalen Combine für Spieler aus kleinen Colleges teilnahm, notierte ein Scout: „Geschickt, geduldig, anständige Hände, gute Routen, gute Geschwindigkeit, gute Füße und gute Sicht, solide.“

Aus den Träumen über ein Engagement in der besten Football-Liga der Welt wurde dennoch nichts. Im Draft wurde er nicht ausgewählt, auch später hielten sich die Franchises mit Einladungen zurück.

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Ein Team allerdings zeigte Interesse. So luden ihn die Chicago Bears in ihr Trainingslager ein, wollten ihn kennenlernen und professionell trainieren sehen – doch dann kam Corona. Das Trainingscamp, zu dem das Team ihn eingeladen hatte, wurde abgesagt. Aufgrund der Pandemie fand im Anschluss überhaupt keine Veranstaltung statt, bei der sich junge Spieler hätten zeigen können.

Royals mit Mayon sehr zufrieden

Für die Royals wurde dies zum großen Glück. Das GFL-Team schnappte sich den 24-Jährigen und ist mit ihm mehr als nur zufrieden. „Zufriedener kann man eigentlich gar nicht sein. Er ist auf dieser Position ein Überflieger. Wir haben gegen alle gespielt und er hat gegen alle gepunktet und überall extrem gute Leistungen gebracht“, wurde Royals-Präsident Jens-Torsten Müller im Sportbuzzer zitiert.

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Und auch charakterlich stimmt die Chemie. „Er ist keine Diva. Das ist das Schöne, wenn man über die Mannschaft schaut. Es gibt nicht mehr die drei, vier, die denken, sie sind die Größten, sondern es ist ein Team.“

Mayon selbst macht sich übrigens nichts aus seinen Rekord-Zahlen. „Auch wenn ich glücklich bin, wie die Saison bislang gelaufen ist, kann ich ehrlich sagen, dass ich bei den Statistiken nicht an irgendeine Zahl denke, die ich erreichen will. Ich fokussiere mich alleine darauf, dem Team zu helfen“, zeigt er sich bescheiden.

Mayon hat sein Gewicht reduziert

Um sich in Potsdam auch wirklich in der bestmöglichen Form zu präsentieren, hat er sein Gewicht reduziert. „Ich habe fast 20 Pfund in der Vorbereitung verloren und habe mich sehr auf meine Geschwindigkeit und Stärke konzentriert. Ich wollte dem Team die beste Version von mir geben.“

Diese werden die Royals am Sonntag auch brauchen, denn mit den Cowboys wartet immerhin der Tabellendritte der GFL Süd.