Seltene Infektion trifft Ski-Heldin hart
Sofia Goggia kann ihren Saisonauftakt noch nicht planen. Hintergrund sind die Nachwirkungen von Virusinfektionen.
Die italienische Ski-Olympiasiegerin Sofia Goggia weiß noch nicht, wann sie in die Weltcupsaison starten kann. Ihre Vorbereitung sei durch zwei Virusinfektionen stark beeinträchtigt, erklärte die 31-Jährige. „Ich kann keine Pläne machen“, sagte Goggia.
Bei einem Trainingsaufenthalt in Ushuaia in Argentinien im September hatte die Speed-Spezialistin plötzlich über ungewöhnlich starke Gelenkschmerzen geklagt. Zurück in Italien, wurde anhand von Blutuntersuchungen die Ursache gefunden: Goggia hatte sich nach einem Mückenstich mit dem Chikungunya-Virus infiziert.
Weitere Virusinfektion wirft Ski-Star Sofia Goggia zurück
Anschließend kam eine weitere Infektion mit dem Parvovirus B19 hinzu. Gerade diese zweite Infektion ist bei Erwachsenen vergleichsweise selten. Sie kann unter anderem neurologische Beschwerden, starke Gelenkschmerzen und ausgeprägte Erschöpfung verursachen.
Eine spezielle Behandlung gebe es nicht, berichtete Goggia italienischen Medien. Sie müsse abwarten, bis ihr Körper die Viren überwunden habe. Die akute Phase sei inzwischen überstanden, vollständig genesen sei sie aber noch nicht. „Ich habe Tage, an denen es mir besser geht, und andere, an denen ich aufstehe und mich völlig am Boden fühle“, schilderte Goggia.
Die Erkrankung habe deutliche Spuren hinterlassen. Nun müsse sie ihrem Körper die nötige Zeit zur Erholung geben. Die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2018 hatte bei ihren „Heimspielen“ im Februar in Cortina d’Ampezzo Bronze in ihrer Spezialdisziplin gewonnen. Außerdem sicherte sie sich den Gesamtsieg im Super-G-Weltcup.
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Der alpine Skiwinter startet am 24. Oktober traditionell mit dem Riesenslalom in Sölden/Österreich. Der Höhepunkt des Winters, die Weltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana (Schweiz), finden vom 1. bis 14. Februar 2027 statt.