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Uli Hoeneß kehrte beim Heimspiel gegen Bamberg erstmals nach Haftantritt in den Audi Dome zurück
Uli Hoeneß kehrte beim Heimspiel gegen Bamberg erstmals nach Haftantritt in den Audi Dome zurück © getty

München - Der FC Bayern setzt vor den Augen des Ex-Präsidenten mit dem Sieg gegen Bamberg ein Zeichen und nimmt Platz 2 ins Visier. Uli Hoeneß hält es nicht auf seinem neuen Sitz.

Der Vater des Projekts Basketball kehrte zurück, und die Korbjäger des FC Bayern setzten kurz vor den Playoffs der Beko BBL ein Zeichen.

Vor den Augen von Uli Hoeneß gewannen die Münchner mit 96:90 gegen die Brose Baskets Bamberg und zogen nach Pluspunkten mit dem Tabellenzweiten aus Oberfranken gleich.

Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Ex-Präsident war erstmals nach seinem Haftantritt wieder im Audi Dome. Und angesichts eines 17:2-Run zum Auftakt des Schlussviertels hielt es ihn nicht mehr auf seinem Sitz.

Hoeneß mitten in Reihe 5

Anders als vor seiner Inhaftierung saß Hoeneß nicht direkt am Parkett
Anders als vor seiner Inhaftierung saß Hoeneß nicht direkt am Parkett © getty

Der 63-Jährige Hoeneß und seine Frau Susi hatten allerdings nicht wie früher direkt am Parkett, sondern in Reihe 5 Platz genommen.

Von dort sah er, wie die Bayern in der zweiten Spielhälfte vermehrt auf Zonenverteidigung setzten und nach zwischenzeitlichem Zehn-Punkte-Rückstand das Blatt wendeten.

Nach zwischenzeitlichem Tief -  K.o. im Eurocup und im Beko-BBL-Pokal, Niederlage beim Aufsteiger BG Göttingen - geht der Blick beim Deutschen Meister wieder nach oben. "Vielleicht können wir ja noch einen Platz gut machen", sagte Anton Gavel bei "beko-bbl.tv".

Schweres Restprogramm

Stand jetzt könnten der FCB und die Brose Baskets in den Halbfinals aufeinanderprallen, Platz 2 entscheidet dabei über den Heimvorteil.

Der direkte Vergleich spricht für die Bamberger, die das Hinspiel mit 80:63 für sich entschieden.

Während die Brose Baskets noch bei ratiopharm ulm und bei Spitzenreiter ALBA Berlin ran müssen, treffen die Bayern am letzten Spieltag zu Hause auf die Albatrosse, treten vorher beim Tabellenvierten Telekom Baskets Bonn und beim Pokalsieger EWE Baskets Oldenburg an.

"Dann war der Sieg nichts wert"

Zunächst geht es aber für die Mannen von Trainer Svetislav Pesic, bei denen am Freitag John Bryant und Dusko Savanovic mit jeweils 19 Punkten herausragten, zum Sechsten Fraport Skyliners (So., 17 Uhr LIVESCORES).

"Wenn wir am Sonntag in Frankfurt verlieren, war der Sieg gegen Bamberg nichts wert", stellte Nihad Djedovic klar.

Immerhin: Platz 4 und damit der Heimvorteil für die Viertelfinals ist den Münchnern schon jetzt nicht mehr zu nehmen. Spiel 1 und 3 der ersten Playoff-Runde steigen am 9. bzw. 14. Mai im Audi Dome.

Noch lange mit Theis und Harris

Die Bamberger müssen derweil sechs Tage nach der Halbfinal-Schlappe im Top Four trotz 30 Punkten des Letten Janis Strelnieks den nächsten Rückschlag verkraften.

"In den letzten Minuten mussten wir dem mentalen Druck nachgeben", meinte Trainer Andrea Trinchieri.

Allerdings gab es am Morgen danach wieder gute Nachrichten zu verkünden:  Die deutschen Nationalspieler Daniel Theis und Elias Harris haben ihre Verträge bis zum Ende der Saison 2016/2017 verlängert.

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