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Phil Taylor und Raymond van Barneveld erneuern ihre ewige Rivalität
Raymond van Barneveld (l.) will Phil Taylor zum Sieg gratulieren © DPA Picture Alliance

Wiederholt macht Phil Taylor unangenehme Erfahrungen mit Niederländern. Nicht immer ist "The Power" unschuldig. Im Achtelfinale ist erneuter Ärger nicht auszuschließen.

Seit über 25 Jahren ist Phil Taylor nun schon im Geschäft, hat 16 Weltmeistertitel errungen.

Eigentlich müsste man meinen, dass einen solch erfahrenen Darts-Profi nichts mehr aus der Ruhe bringen kann.

Doch wenn es um Menschen aus einem bestimmten Land geht, ist "The Power" leicht reizbar - weil er mit ihnen unangenehme Erfahrungen gemacht hat. Es handelt sich um Niederländer.

Unruhige Vorzeichen angesichts seines Achtelfinals (ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM und im LIVETICKER) bei der WM gegen Jelle Klaasen - aus Goor in den Niederlanden.

Fan-Rauswurf in Runde eins

Zuletzt gab es in der ersten Runde der laufenden Weltmeisterschaft (LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) Probleme mit einem Oranje-Fan. Während seines 3:0-Sieges gegen Keita Ono fühlte sich Taylor von Zwischenrufen aus dem Publikum gestört.

Der 55-Jährige veranlasste, den Verursacher des Alexandra Palaces zu verweisen. "Da konnte sich jemand ganz vorne nicht benehmen. Aber er wurde rausgeworfen, alles gut", erklärte der Engländer im SPORT1-Interview und schob hinterher: "Ein Holländer, das muss ich loswerden. Ich weiß genau, wer das war."

Auch in der jüngeren Vergangenheit war Taylor immer wieder mit Niederländern aneinander geraten. Aber nicht nur mit Zuschauern.

Kopfstoß gegen van Barneveld

Im WM-Halbfinale 2013 verhielt er sich seinem Dauerrivalen Raymond van Barneveld gegenüber unsportlich. Trotz eines 6:4-Erfolgs deutete Taylor einen Kopfstoß in Richtung "Barney" an, als der ihm mit einer Umarmung gratulieren wollte.

Bereits vor dem Match vermied "The Power" den Handschlag. Taylor war kurz davor, auszuflippen, es folgte ein Wortgefecht. Im Nachhinein entschuldigte sich der Engländer, das Verhältnis der beiden soll keinen Schaden genommen haben.

Nachdem Taylor in den vergangenen Jahren ein ums andere Mal Niederlagen gegen van Barnevelds Landsmann Michael van Gerwen einstecken musste, zeigte er sich entnervt vom neuen kommenden Superstar der Szene.

"Ich habe Michael van Gerwen satt", machte Taylor kürzlich seinen Unmut über die Erfolge "Mighty Mikes" deutlich.

Es dürfte ihn milde stimmen, dass ihm bei dieser Weltmeisterschaft kein Duell mit der Nummer eins der Weltrangliste droht. Der Topfavorit musste am Dienstagabend nach einer 3:4-Niederlage gegen van Barneveld überraschend die Segel streichen. (Ergebnisse und Spielplan der Darts-WM)

Schwierige Aufgabe gegen Klaasen

Damit könnte es am 3. Januar zur Wiederauflage der WM-Finals von 2007 und 2009 zwischen "The Power" und "Barney" kommen. 2009 errang der Brite den Titel, zwei Jahre zuvor unterlag er im Sudden Death.

Doch bevor es soweit ist, muss Taylor den King-Bezwinger Klaasen aus dem Weg räumen. SPORT1-Experte Tomas "Shorty" Seyler prophezeit ihm einen schweren Gang.

"Ich denke, dass Klaasen ihn an den Rand an der Niederlage bringen oder sogar gewinnen kann", meint Seyler im Interview mit SPORT1.

Auch die vielen niederländischen Fans in der Halle sind nicht zu unterschätzen. "Das kann  auf jeden Fall ein Faktor werden, wenn es nicht nur Sprechgesänge pro Taylor gibt", so Seyler weiter.

Sollte es nicht nach Taylors Vorstellung laufen, ist erneuter Oranje-Ärger vorprogrammiert.

(Voll dabei mit der SPORT1 Darts WM App)

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