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Fnatic legte ein beeindruckendes Comeback hin. © Riot Games

Kattowitz - Die LCS-Teams in Gruppe B legen einen schwachen Start hin und müssen sich geschlagen geben. Eines überzeugt aber zum Ende des Tages mit deutlichen Verbesserungen.

Die Gruppenphase der Intel Extreme Masters World Championship ist beendet. Im Halbfinale steht jeweils ein Team pro teilnehmende Region, denn Fnatic kämpfte sich durch das Lower-Bracket in Gruppe B und eliminierte den Favoriten von Qiao Gu mit einem 2:1.

Schwacher Auftakt für die LCS-Teams

Das erste Aufeinandertreffen von Fnatic und Qiao Gu war von viel Passivität und wenig Action geprägt. Nach rund einer halben Stunde legten die Chinesen den Hebel um und fanden mehrere Fnatic-Akteure schlecht positioniert, was in einem Baron und kurze Zeit später dem Sieg resultierte.

Im anderen Match der ersten Runde traf Counter Logic Gaming auf den aktuellen Weltmeister SK Telecom T1. Und dieser zeigte, obwohl er in der heimischen LCK zurzeit nur auf Platz sechs ist, dass mit ihm immer zu rechnen sein muss. Vor allem AD-Carry Bang auf "Ezreal" erwischte einen Sahnetag. SKT zerlegte innerhalb von zehn Minuten CLG in seine Einzelteile und zerstörte den Nexus.

Viele Fehler bestimmen EU gegen NA

Aufgrund dieser beiden Resultate kam es im Lower-Bracket zum Duell zwischen Fnatic und Counter Logic Gaming. Das Niveau im Best-of-Three um eine zweite Chance auf den Halbfinaleinzug war alles andere als ansehnlich.

Beide LCS-Teams machten viele fahrlässige Fehler und zeigten nicht nachvollziehbare Entscheidungen, sodass die meisten Aktionen wie Zufallsprodukte wirkten. CLG ging mit 1:0 in Führung und Rekkles entschied sich dafür, den neuesten Champion "Jhin" zu spielen.

Diese Entscheidung entpuppte sich als goldrichtig, denn Fnatic gewann die Map, wenn auch knapp, und Rekkles beendete diese mit einer Statistik von 11/3/17. Auch im Anschluss spielte der Schwede den neuen AD-Carry mit Erfolg: 6/3/11 und der Triumph standen unterm Strich, wobei auch diese Map alles andere als souverän war.

"Jhin" dominiert Summoner's Rift

Da SK Telecom T1 die Chinesen von Qiao Gu in dominanter Manier besiegen konnte, lautete das letzte Match der Gruppenphase erneut Fnatic gegen Qiao Gu. Die erste Map entwickelte sich so, wie viele es erwartet hatten: Qiao Gu zeigte bessere Bewegungen als Team und eine genauere Koordination in Team-Fights, sodass der Sieg am Ende verdient war.

Mit dem Rücken zur Wand stehend wechselte Rekkles in Game 2 erneut zu "Jhin" und die Folgen waren deutlich. Der Fnatic-Akteur erspielte sich einen Vorsprung und Qiao Gu fand keine Lösung für das Problem.

Generell schien das Team von Fnatic sich während dieser Series stark zu verbessern. Die zweite Map konnte mit einer soliden Leistung gewonnen werden. Unverständlicherweise bannte Qiao Gu im entscheidenden Game "Jhin" nicht und Rekkles wusste, was zu tun war. Der Schwede und seine Mitspieler dominierten die letzte Map und schafften damit das große Comeback.

Am Sonntag trifft Fnatic im ersten Halbfinale auf Royal Never Give Up. Im Anschluss folgt das Duell zwischen SK Telecom T1 und Team SoloMid. Die beiden Sieger avancieren zum darauffolgenden Finale um 100.000 US-Dollar, das im Best-of-Five-Modus ausgetragen wird.

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