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PowerOfEvil ersetzte im November Veteran xPeke bei Origen. © Riot Games

Trotz enttäuschender LCS-Ergebnisse tritt Origen bei der IEM World Championship in Katowice an. Ihre Chancen bei dem Turnier sind fraglich.

Von Oskar Gruner

Das erste Jahr in der Geschichte von Origen hätte für das junge Team nicht besser laufen können. Erster Platz in der Challenger Series, zweiter Platz in der LCS und das Halbfinale bei der Weltmeisterschaft. Im zweiten Jahr aber gibt es Startschwierigkeiten. Nun naht die IEM World Championship.

Deutscher Mid-Lane-Star ein Missgriff?

Nachdem Teamgründer Enrique "xPeke" Cedeño Martínez erst als Doppelspitze mit Tristan "PowerOfEvil" Schrage in der Mid-Lane stand, hat er sich inzwischen ganz auf seine Rolle als Manager und Besitzer beschränkt.

PowerOfEvil hat seitdem alles getan, um den Veteranen auf seiner Position würdig zu vertreten. Das ist ihm allerdings nur teilweise geglückt.

Origens Ergebnisse in der laufenden Saison müssen nach dem Höhenflug des letzten Jahres als Enttäuschung angesehen werden. Das Team gewinnt nur noch die Hälfte seiner Begegnungen und ist oft von Fehlern der Gegner abhängig, um das Spiel für sich zu entscheiden.

Spieler müssen sich individuell beweisen

Vieles wird hier von Einzelleistungen abhängen. So ist Paul "sOAZ" Boyer, Origens Top-Laner, berüchtigt für seine wechselhaften Leistungen. Läuft es gut, kann er ganze Partien entscheiden, doch wenn nicht, dann ist er dem Team kaum eine Hilfe.

Bei seinem Team-Kollegen PowerOfEvil sind nicht die Leistungen im Spiel das Problem. Er erfüllt seine Rolle zumindest im ausgeteilten Schaden sehr gut. Allerdings wirkt seine Champion-Auswahl eher begrenzt.

Zuletzt versuchte er immer wieder, "Ahri" als Pick zu erzwingen. Eine solche Eindimensionalität wurde von den Spitzenteams der Liga allerdings rigoros bestraft. Immerhin überraschte er in einer späteren Begegnung mit dem ersten "LeBlanc"-Spiel seiner LCS-Laufbahn.

Im Interview mit SPORT1 zum Saisonauftakt erklärte Jungler Maurice "Amazing" Stückenschneider, dass der Spring Split "quasi unbedeutend" ist, da das Ziel für die meisten Teams in der Weltmeisterschaft liegt. Die Qualifikation dafür findet erst im Sommer statt.

Deutsches Duo mit Außenseiterrolle in Kattowitz

Vor diesem Hintergrund muss sich das Team die Frage gefallen lassen, ob es international überhaupt bestehen kann. Denn ihre Ergebnisse aus 2015 sind auch der Grund, warum sie an diesem Wochenende an den Intel Extreme Masters Katowice teilnehmen dürfen.

Amazing ist mit der Team-Leistung von Origen nicht zufrieden. © Riot Games

Origens größte Schwäche ist momentan das Makro-Game. Verlässt sich ein Gegner mal nicht auf Team-Fights, sondern spielt auf der Map verteilt, kann Origen damit oft nicht umgehen und gibt selbst früh erspielte Vorteile schnell wieder auf. Solche Fehler könnten gegen die asiatischen Teams fatale Folgen haben.

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