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G2 Esports ist einer von zwei Aufsteigern aus der Challenger Series. Entgegen aller Erwartungen erreichte das Team von Gründer ocelote das Endspiel.

Das letzte Wochenende des Spring Splits steht an. Egal, wie das Finale gegen Origen am Sonntag ausgeht, es kann ohne Zweifel behauptet werden, dass G2 Esports bisher die größte Überraschung in diesem Jahr ist.

Leichtes Auftaktprogramm

Das neue Lineup startete mit drei Siegen stark in den Spring Split, allerdings waren die Gegner Elements, ROCCAT und Giants Gaming auf einem überschaubaren Niveau, sodass viele Experten glaubten, das Team würde mit der ersten richtigen Prüfung auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.

H2k-Gaming fügte dem Aufsteiger zwar Ende der zweiten Woche die erste Niederlage zu, doch dieser bewies daraufhin, dass mit ihm zu rechnen sein muss: Es folgten drei Erfolge gegen die Play-Off-Kandidaten Fnatic, Origen und die Unicorns of Love.

Rund zwei Monate später sicherte sich G2 Esports den ersten Platz in der regulären Saison und bestach vor allem durch Konstanz und eine Spielweise, die zum aktuellen Meta passt. Nach Fnatics beeindruckenden 3:1 über Vitality zeigte G2 Esports dem Titelverteidiger die eigenen Grenzen deutlich auf und zog damit als Neuling ins Finale ein.

Umstellungen nach Aufstieg

Die fast schon unglaubliche Geschichte hat nicht nur einen Ursprung. Sie ist vielmehr eine Aneinanderreihung von positiven Fügungen, wenn auch teilweise etwas glücklich. Diese schreiben oftmals aber die besten Geschichten.

Kikis wechselte vor Beginn des Spring Splits vom Jungle auf die Top-Lane. © Riot Games

Nach dem 3:2-Triumph über SK Gaming im Promotion-Turnier verließen Smittyj und Jesse das Team. Die beiden Koreaner Emperor und Trick kamen hinzu und Kikis wechselte vom Jungle auf die Top-Lane. Dort scheint der Pole besser aufgehoben zu sein – zumindest im aktuellen Tank-Meta, denn es sind keine außergewöhnlichen Mechanics nötig, um relevant zu sein.

Rookies überzeugen

Trotz der Umstellungen funktionierte das neue Lineup von Anfang an, was bei Wechseln nicht immer der Fall ist. Großen Anteil daran hatte der Fakt, dass G2 schon zu Beginn einen guten Read auf das Meta hatte. Trick setzte meistens auf "Nidalee" und "Graves" und das Team passte sich mit einer entsprechenden Aggressivität an.

Der Jungler zeigte auf diesen beiden Champions die wohl besten Leistungen und bekam zudem den MVP-Titel. Das war insbesondere deswegen unerwartet, weil Trick in Korea bei CJ Entus lediglich eine Handvoll Games absolvierte.

Zusätzlich gehörten Mid-Laner PerkZ und Support Hybrid zu den großen Stützen des Teams. Beide Spieler zeigten in ihrem ersten Split konstant gute Leistungen. Das gelang in der Vergangenheit vielen Rookies nicht. Mit guten Auftritten gegen Origen im Finale in Rotterdam können die einstigen Außenseiter ihren unheimlichen Lauf mit dem Titelgewinn krönen.

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