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PowerOfEvil (l.) und xPeke rotieren in Origens Mid-Lane. © Riot Games

Origen gehörte während der regulären Saison zu den Teams, die meist enttäuschten. Amazing zeigte im Halbfinale gegen H2k-Gaming seine besten Leistungen.

Der deutsche Jungler hatte bis zum Beginn der Play-Offs kein gutes Jahr bei Origen, scheint aber, rechtzeitig für den wichtigsten Teil des Splits, wieder in Form zu kommen.

Großer Hype, schwache Auftritte

Im Vorfeld des Spring Splits wurde Origen als eines der Top-Teams in Europa gehandelt. Mit dem deutschen Neuzugang PowerOfEvil, der spielerisch gesehen als Upgrade gegenüber Origen-Gründer xPeke gesehen wurde, schien der Weg für den Worlds-Halbfinalisten frei zu sein.

Bis zum Ende der regulären Saison kam das Lineup nicht wirklich in die Gänge. Das deutsche Duo und auch sOAZ zeigten nur selten außergewöhnliche Leistungen. Vor allem die Entscheidungen im Mid-Game stellten sich häufig als zweifelhaft heraus.

Bei den Intel Extreme Masters in Katowice schied Origen als Gruppenletzter nach einem 1:2 gegen Team SoloMid vorzeitig aus.

Nach dem kurzen Ausflug nach Polen präsentierte sich das Team in den letzten vier Begegnungen vor den Play-Offs leicht verbessert, aber trotzdem noch nicht, wie ein Titelkandidat.

Amazing steigert sich

Auch, wenn Origen als Außenseiter ins Finale gegen G2 Esports geht, so war der Erfolg gegen H2k-Gaming im Halbfinale definitiv mehr, als die Szene dem Team nach der verkorksten regulären Saison zugetraut hätte.

Großen Anteil an der Überraschung hatte Jungler Amazing, der mit "Kindred" und "Gragas" seinen Gegenspieler Jankos klar ausstach. Er war in dieser Series oftmals zur richtigen Zeit am richtigen Ort und im Vergleich zu seinen bisherigen Spielen im Jahr 2016 deutlich präsenter.

In der regulären Saison hatte er von allen Junglern mit 65,1% die zweitniedrigste Kill-Partizipation. Diese war in den Play-Offs bisher sogar noch niedriger, doch der Druck auf die gegnerischen Lanes nahm spürbar zu.

Origen: Mehr als ein Hauch von Fnatic

Wie zu ihren besten Zeiten bei Fnatic scheint das Team um Gründer xPeke und Top-Laner sOAZ genau dann in die Erfolgsspur zurückgefunden zu haben, wenn es darauf ankommt. Schon damals galten die Spieler als Akteure, die in wichtigen Situationen zur Stelle waren und für die die reguläre Saison der EU LCS kein wirklicher Anhaltspunkt für die Leistung in den Play-Offs war.

Ob xPeke sich im Finale gegen G2 Esports erneut einwechseln wird, ist unklar. Dass seinem Team aber alles zuzutrauen ist, hat die Geschichte mehrfach gezeigt.

Der Außenseiter stapelte den gesamten Spring Split sehr tief und gab vorerst als Ziel aus, die Play-Offs erreichen zu wollen. Der Finaleinzug ist sicherlich mehr, als die Verantwortlichen nach der regulären Saison erwartet hatten. Wieviel mehr es am Ende ist, wird der Sonntag zeigen.

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