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Das letztjährige WM-Finale fand in der Mercedes Benz-Arena in Berlin statt © Riot Games

Am Samstagabend wird die gesamte professionelle League of Legends-Szene darauf schauen, was die Gruppenauslosung für die Weltmeisterschaft ergibt.

Vom 29. September bis zum 29. Oktober findet die sechste Weltmeisterschaft in League of Legends in mehreren Städten der USA statt. Erneut werden die 16 Teilnehmer um ein Gesamtpreisgeld von rund 2,1 Millionen US-Dollar spielen. Diese Teams stehen seit Dienstag fest und werden am Samstag um 20 Uhr gespannt dabei zuschauen, wie die vier Gruppen des Mega-Events ausgelost werden. Die Auslosung kann auch auf dem deutschen Stream von Summoner's Inn verfolgt werden.

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Dabei steht insbesondere die Angst einer sogenannten Todesgruppe im Mittelpunkt, denn aufgrund der Regeln bei der Auslosung sind mehrere Kombinationen möglich, in denen mindestens eine sehr starke Gruppe zustande kommen kann.

Teams sind in Pools unterteilt

Prinzipiell gilt, dass in keiner der vier Gruppen zwei Teams aus der gleichen Region sein dürfen. Dies schränkt die Möglichkeiten während der Auslosung teilweise stark ein. Zudem sind die 16 Teilnehmer in drei Pools unterteilt, die im Vorfeld, basierend auf den letzten internationalen Leistungen der Regionen, festgelegt wurden.

Pool 1 und 3 enthalten jeweils vier Teams, während die restlichen acht Teams in Pool 2 verweilen. Jede Gruppe wird am Ende aus je einem Pool 1- und 3-Team sowie zwei Pool 2-Teams bestehen.

In Pool 1 befinden sich Team SoloMid (Nordamerika), die ROX Tigers (Südkorea), EDward Gaming (China) sowie die Flash Wolves (Taiwan). Pool 2 beinhaltet G2 Esports (Europa), H2k-Gaming (Europa), Counter Logic Gaming (Nordamerika), SK Telecom T1 (Südkorea), Samsung Galaxy (Südkorea), Royal Never Give Up (China), I May (China), ahq e-Sports Club (Taiwan). Splyce (Europa), Cloud9 (Nordamerika), INTZ e-Sports (Brasilien) sowie Albus NoX Luna (Russland/Ukraine) komplettieren das Teilnehmerfeld in Pool 3.

Basierend auf dieser Verteilung wäre beispielsweise eine Gruppe mit EDG, dem besten chinesischen Team, SKT, dem amtierenden Weltmeister, G2 Esports, dem klar besten europäischen Team sowie Cloud9, dem momentan zweitbesten Team aus Nordamerika möglich. Gleichzeitig bestehen auch Chancen auf eine Gruppe, die auf dem Papier im Vergleich zu anderen Kombinationen als eher schwach bezeichnet werden könnte, zum Beispiel, wenn die Flash Wolves, Counter Logic Gaming, I May und INTZ e-Sports in die gleiche Gruppe gelost werden sollten.

G2 will Rehabilitation nach MSI-Desaster

Für die westlichen Teams G2 Esports und Team SoloMid, denen die Analysten im Kampf mit Korea, China und Taiwan noch die größten Chancen ausrechnen, wird sich das Hoffen darauf fokussieren, den drei großen asiatischen Namen aus dem Weg zu gehen: nämlich Titelverteidiger SKT sowie den beiden Sommer-Champions aus Korea und China, den ROX Tigers und EDG. Das Trio gilt als heißester Kandidat auf den wichtigsten Titel des Jahres.

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Gerade für G2 wird es darum gehen, sich für die blamablen Auftritte beim Mid-Season Invitational 2016 in Shanghai zu rehabilitieren. Die klare Nummer eins Europas schied mit einer Statistik von 2:8 nach der Gruppenphase aus und konnte dabei lediglich die beiden Spiele gegen das Wildcard-Team SuperMassive eSports aus der Türkei gewinnen.

Seitdem verstärkte sich die Organisation mit Zven und Mithy, der ehemaligen Bot-Lane von Origen, und gewann anschließend den Summer Split der EU LCS ohne größere Probleme, weswegen die Fans gespannt darauf sind, wie sich das neue und verbesserte G2 auf der großen internationalen Bühne präsentieren wird.

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