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Dir Worlds finden in diesem Jahr in den USA statt © Riot Games

Maxim Markow, der Caster der deutschen Worlds-Übertragung erklärt, auf was wir uns in der Draft-Phase freuen dürfen.

Von Danny Singer

Noch eine Woche bis zum Start der World Championship 2016 und so langsam wird es Zeit sich die Pick-und-Bann-Phase etwas genauer anzugucken.

Ohne Lane-Swap auf die Worlds

Riot Games hat durch Patches vor den Worlds dafür gesorgt, dass der Lane-Swap nicht mehr stattfindet. Die Türme haben nun fünf Minuten lang höhere Werte, sodass es schwerer ist, diese zu zerstören. 

Darüber hinaus gibt es Turret-First-Blood, wodurch es wichtiger wird, wer den ersten Turm bekommt. "Es gibt einige Teams, die haben eine andere Variante trainiert, bei der man sich direkt nach Minute fünf auf die Top-Lane teleportiert und dort versucht den Turm zu nehmen, da er zu diesem Zeitpunkt keine Resistenzwerte mehr besitzt. Damit könnte man dann mit dem Extra-Gold arbeiten, aber die Taktiken haben sich nicht so erfolgreich ergeben", so Maxim.

"Fakt ist, die größte Änderung betrifft halt den Lane-Swap, was dazu führt, dass man ein ganz normales Eins-gegen-Eins-Duell auf der Top-Lane spielt und ein Zwei-gegen-Zwei auf der Bot-Lane und daran orientieren sich dann quasi die Picks", führt der Caster weiter aus.

"Man braucht einen Champion, der die Lane gewinnt"

Durch den Lane-Swap sind die Top-Laner in der Vergangenheit gut damit klar gekommen, wenn sie etwas weniger Gold hatten. Jetzt wo es ein direktes Duell auf der Lane geben wird, sieht es etwas anders aus.

"Du musst einen Champion nehmen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit die Lane gewinnt oder zumindest nicht verliert. Das Schöne dabei ist, es kann in zwei Richtungen gehen. Es kann ein tanky Top-Laner sein, wie zum Beispiel Shen, ein Mischung wie Gnar oder ein Carry-Top-Laner, wie Gangplank." erklärt der Caster.

Darüber hinaus erwähnt Maxim auch, dass er sich AP-lastige Champions auf der Top-Lane erhofft: "AP-Champions wie Lissandra oder Rumble können mehr Pfeffer in das gesamte Spiel bringen, da sie über sehr sehr viel Schaden verfügen, aber auch noch eine gesunde Verwundbarkeit mitbringen."

Jungle ohne Gragas

In der Pause vor den Worlds ist schwer Daten zu sammeln, welche Champions gerade häufig im Jungle gespielt werden. Dafür eignet sich lediglich die Solo-Queue.

"Wenn man nach den Solo-Queue-Daten geht, dann sind Jungler wie Gragas komplett raus, da seine Ultimate so abgeändert wurde, dass sie quasi nicht mehr spielbar ist. Darüber hinaus wurde auch Rek'Sai abgeschwächt, doch er wird wohl trotzdem präsent sein. Auch Zac sieht man momentan in den Solo-Spielen immer häufiger. Graves und Elise wird man wohl auch immer öfter sehen", erklärt der Caster.

Variabel aber sicher

In der Mitte ist momentan viel möglich. Die Lane kann sehr variabel gespielt werden, jedoch wird es dabei eher auf Control Mages und weniger auf Assassins hinauslaufen: "Wir haben bei den Worlds eine ungenerfte Anivia, ein leicht abgeschwächten Viktor, von dem aber nicht der Schaden runter genommen wurde." 

"Ich denke, dass man in der Mitte Control Mages auspackt, die immer guten Wave-Clear und ein solides Scaling haben, aber keine aggressiven Plays. Alle hoffen, dass ein Yasuo, ein Zed oder eine Faker-LeBlanc kommen wird, aber es gibt einfach zu viele Waffen gegen ein Assassin und es zählt schon als riskant, ein Champion zu picken, der ein bisschen gefeedet sein muss, um stark zu sein.", so der Caster

Konstant starke Bot-Lane

Durch das Zwei-gegen-Zwei auf der Bot-Lane ist eine Dominanz auf der Lane sehr wichtig: "Wir werden wahrscheinlich Sivir, Esreal, Lucian oder Jhin sehen. Bei Ashe bin ich mir wiederum nicht sicher. Die wurde mir ein bisschen zu oft generft. Man hat auf der AD-Carry-Position eine gewisse Variation aber alle Champions sind hier sehr stark und das konstant.", denkt Maxim.

Auf der Supporter-Positionen wird es wohl auf die üblichen Verdächtigen Braum, Alistar, Bard oder Karma hinauslaufen: "Meine Befürchtung ist, dass wir auf der Bot-Lane wenig Variation sehen werden.", schließt der Maxim ab.

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