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Lustboy spielte über ein Jahr lang für Team SoloMid in Nordamerika © Riot Games

Lustboy kehrt mit Longzhu Gaming in die USA zurück. The Chiefs eSports Club gelang im fünften Anlauf die Qualifikation für ein internationales Turnier.

Etwas über ein Jahr lang spielte der Südkoreaner Lustboy für Team SoloMid, das wohl beliebteste nordamerikanische League of Legends-Team. Ende 2015 beendete er seine aktive Karriere und fing bei Incredible Miracle, das zu Longzhu Gaming wurde, als Coach an. Nun kehrt der frühere Support-Spieler in die USA zurück.

Dort könnte es außerdem im Idealfall sogar zu einem Wiedersehen mit TSM auf Summoner's Rift kommen. Der Champion der NA LCS und Longzhu Gaming könnten sich im Finale treffen, wenn beide bis dahin ihre Spiele gewinnen sollten.

Viel Geld, kein Erfolg

Trotz großer Investitionen in bekannte Spieler wie CoCo, Flame und Chaser blieben die Resultate bei Longzhu Gaming aus: Das Team beendete die beiden LCK-Splits im Kalenderjahr 2016 auf Platz sieben und acht – viel zu wenig nach eigener Ansicht, der der Experten und auch der Fans.

Jede Position in diesem Team ist doppelt besetzt und so probierten Lustboy und Co. verschiedenste Spielerkombinationen aus, ehe sie sich Mitte Juli auf ein Lineup festlegten und dieses seitdem nicht mehr veränderten. So werden Expession, Crash, Frozen, Fury und Pure voraussichtlich in Oakland zu sehen sein.

In der ersten Runde des KeSPA Cups scheiterte Longzhu mit 1:2 an den Jin Air Green Wings, was erst die Teilnahme am Turnier in Oakland ermöglichte. Obwohl das Team auf dem Papier zu den schwächeren südkoreanischen Profiteams gehört, sollte kein IEM-Teilnehmer erfahrene Spieler wie Expession und Frozen unterschätzen.

Die australische Dynastie

Die Chiefs sind das Vorzeigeteam aus der Region Ozeaniens. Seit Gründung der OPL, der Oceanic Pro League, sind sie das Maß aller Dinge. Die Australier konnten bisher alle vier Splits dieser Liga gewinnen und an jeweils zwei Qualifiern für das Mid-Season Invitational sowie die Weltmeisterschaft in League of Legends teilnehmen – allerdings ohne Erfolg.

Im fünften Anlauf gelang es dem Team, das mehr oder weniger als Torwächter für die Wildcard-Teams im Hinblick auf die Teilnahme an internationalen Turnieren gilt, den Fluch zu brechen und sich eines der Tickets zu sichern, die zu vergeben waren.

Auf die Australier um Mid-Laner Swiffer, der als Star des Teams gilt und auf einer Vielzahl an Champions in seiner Region überzeugen konnte, kommt viel Arbeit zu, wenn sie an die Leistungen von INTZ e-Sports Club und Albus NoX Luna bei der Weltmeisterschaft anknüpfen wollen. Beide Wildcard-Teams hatten beim wichtigsten Turnier des Jahres Ausrufezeichen gesetzt, wobei Letztere sogar ins Viertelfinale einzogen. Nun haben die Chiefs bei ihrem ersten Auftritt gegen ein Team aus den Major-Regionen die Chance, dies nachzumachen.

Die Intel Extreme Masters in Oakland im Titel League of Legends finden am 19. und 20. November 2016 statt und werden HIER im Livestream gezeigt. SPORT1 überträgt das große Finale in der Nacht zum 21. November ab 0 Uhr live im Free-TV.

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