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PowerOfEvil gilt als großes Talent auf der Position des Mid-Laners © Riot Games

Mit PowerOfEvil könnte Origen auch den zweiten deutschen Spieler des Sommer-Lineups verlieren. Der Mid-Laner erklärte auf Twitter, offen für Angebote zu sein.

Eine Überraschung ist dies keinesfalls, denn nach einem katastrophalen und chaotischen Summer Split scheint nach den Abgängen von Amazing und sOAZ ein kompletter Neuanfang für Origen unumgänglich zu sein.

Nachdem die beiden Veteranen die Organisation im November verlassen hatten, kündigte Origen an, für jede Position Spieler scouten zu wollen. Unter den Kandidaten für die Mid-Lane befindet sich angeblich auch der bisherige Spieler für diese Position, PowerOfEvil.

Die Tatsache, dass der Deutsche auf Twitter erklärte, für Angebote anderer Teams offen zu sein, lässt zumindest darauf schließen, dass ein Verbleib bei Origen nicht sicher ist. Aufgrund der Tatsache, dass bei den meisten Teams viele Spieler noch nicht für 2017 unter Vertrag stehen, scheint in der Theorie eine große Anzahl an potentiellen neuen Arbeitsgebern in Europa und Nordamerika zu existieren.

Realität gegen Erwartungen

Mit großen Ambitionen war Origen ins Jahr 2016 gegangen. Nach dem Halbfinaleinzug bei der Weltmeisterschaft 2015 und einem dominanten Erfolg bei den Intel Extreme Masters in San Jose Ende 2015, dem ersten Turnier mit dem deutschen Mid-Laner, konnte Origen in der regulären Saison des EU LCS Spring Splits nur stellenweise überzeugen. In den Playoffs gelang eine Leistungssteigerung und der Einzug ins Finale, das gegen Aufsteiger G2 Esports aber mit 1:3 verloren ging.

Im Summer Split kam es deutlich dicker für Origen: Der wichtigste Teil des Teams, die Bot-Lane, verließ das Lineup. Zven und Mithy wechselten zum neuen LCS-Champion G2 und wurden vom umstrittenen AD-Carry FORG1VEN und Support-Spieler Hybrid ersetzt.

PowerOfEvil (m.) und xPeke (l.) beim Siegerinterview © Riot Games

Nach nur einer LCS-Woche wurde der Grieche aus dem Team verbannt und Gründer sowie Besitzer xPeke sprang für einen Großteil des Splits als Notlösung ein. Die Leistung des Lineups ließ in der Regel stark zu wünschen übrig und der Finalist des Spring Splits musste als Neunter in die Relegation.

Auch PowerOfEvil nicht in Top-Form

Mit einem Erfolg über Misfits gelang der Klassenerhalt, sodass Origen noch einmal mit dem Schrecken davonkam, doch die Ergebnisse des Summer Splits lagen ohne Zweifel deutlich unter den eigenen Ansprüchen. Auch der 18-jährige Deutsche konnte nicht an den Status eines Starspielers, den er sich in seinem ersten LCS-Jahr bei den Unicorns of Love erarbeitet hatte, anknüpfen.

Ein neues Lineup, mit oder ohne PowerOfEvil, könnte der erste Schritt auf dem Weg in eine erfolgreichere Zukunft sein, die nach einer bemerkenswerten ersten Season im Jahr 2015 das klare Ziel sein dürfte.

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