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Teuflisch gut: Willi Orban spielt seid zwei Jahren In der ersten Mannschaft des FCK © Imago

München - Vor dem Spiel bei Fortuna Düsseldorf spricht Kaiserslauterns Kapitän Willi Orban im SPORT1-Interview über seine rasante Entwicklung, den FCK und die eigene Zukunft.

Der 1. FC Kaiserslautern marschiert mit großen Schritten Richtung Bundesliga. 

Die Voraussetzungen vor dem Spiel bei Fortuna Düsseldorf (ab 19.45 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) sind glänzend. Schon bei einem Remis winkt nach dem 28. Spieltag wieder Platz zwei. Und das mit dem jüngsten Kader im Profifußball.

Anführer der Rasselbande ist Willi Orban. Der erst 22 Jahre alte Innenverteidiger ist Kapitän und Publikumsliebling bei den "Roten Teufeln". Er hat sich in der laufenden Spielzeit Bestnoten erarbeitet und weckt bereits das Interesse einiger Erstligisten.

Vor dem Spiel bei der Fortuna spricht Orban im SPORT1-Interview über seine rasante Entwicklung, den FCK und die eigene Zukunft.

Willi Orban 1. FC Kaiserslautern
Willi Orban erzielte in dieser Saison in 25 Spielen für den FCK vier Tore © Imago

SPORT1: Herr Orban, vor zwei Jahren kannten Sie nur Insider, plötzlich sind Sie beim FCK der Gewinner der bisherigen Saison. Wie fühlt sich das an?

Willi Orban: Super. Ich habe natürlich schon gemerkt, dass ich den nächsten Schritt gemacht habe. Insgesamt bin ich mit meiner Entwicklung sehr zufrieden, wenn ich auch sagen muss, dass das alles so nicht zu erwarten war. Ich hatte mir im Sommer viel vorgenommen, wollte unbedingt in die Mannschaft und Leistungsträger werden. Dass jetzt alles so gekommen ist, wie ich mir das ausgemalt habe, ist einfach nur schön.

SPORT1: Sie sind der jüngste Kapitän in der FCK-Geschichte. Sie sind sicher mächtig stolz?

Orban: Auf jeden Fall. Es ist ein Wahnsinns-Gefühl, Kapitän des 1. FC Kaiserslautern zu sein. Ich bin Jemand, der gerne Verantwortung übernimmt und deshalb hat es mich gefreut, aber ich halte es nicht für selbstverständlich mit 22 Kapitän zu sein.

SPORT1: Als der frühere FCK-Kapitän Marc Torrejon im Sommer zum SC Freiburg wechselte, wurde kein Ersatz geholt. Waren Sie sich Ihrer Großchance bewusst?

Orban: Der Weggang von Marc hat mir natürlich in die Karten gespielt. Ich denke aber unabhängig davon hätte ich auch so meinen Weg gemacht, wie schnell, das weiß ich nicht. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass ich auch auf einer anderen Position zum Einsatz gekommen wäre.

SPORT1: Ganz schön selbstbewusst. 

Orban: Ich würde mich selbst als bodenständig beschreiben. Im Endeffekt ist mein Lebensmotto, dass man nichts zu verlieren hat. Ich will immer das höchste erreichen und Beste aus mir rausholen. Man sollte jeden Tag hohe Ansprüche an sich stellen. Nur, wenn ich Gas gebe, kann ich noch besser werden.

SPORT1: Das dürfte Ihr Trainer, Kosta Runjaic, gerne hören. Er ist ein großer Fan von Ihnen.  

Orban: Das hat mir natürlich immer ein gutes Gefühl gegeben. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, gerade jetzt, wo ich Kapitän bin. Da habe ich einen engen Draht zum Trainer und es herrscht viel Vertrauen. Gerade als junger Spieler ist es wichtig, vom Verein, aber auch vom Trainer explizit die Rückendeckung zu bekommen. Dadurch kannst du mit Selbstvertrauen die Leistungen abrufen, die der Coach und die Kollegen von dir erwarten.

SPORT1: Haben Sie sich Rat geholt bei einem erfahreneren Kollegen?

Orban: Nein. Ich denke, dass ich in meinem Alter schon relativ reif bin, auch, weil ich jetzt schon einige Jahre im Profifußball bin. Ich habe auch die Abstiegs-Saison miterlebt und da gesehen, wie schlimm das ist und wie schnell es nach unten gehen kann. Ich versuche, meinem Stil weiter treu zu bleiben und die Mannschaft gewissenhaft zu führen.

SPORT1: Mit Ihnen steuert der FCK in Richtung Bundesliga. Warum ist das Team zuletzt immer gefestigter aufgetreten?

Orban: Man hat gesehen, dass sich nicht nur einzelne Spieler sich weiter entwickeln, sondern auch das gesamte Team. Gerade nach der Hinrunde hatten wir uns sehr viel vorgenommen und jetzt sieht man, dass wir die Ernte einfahren können und den nächsten Schritt als Mannschaft gehen. Vor allem defensiv ist das viel besser als in der Hinrunde. Jeder Gegner hat es schwer gegen uns.

SPORT1: Der Verein setzt vermehrt auf die Jugend. Ist das ein Grund für den Erfolg?

Orban: Die Identifikation mit dem Verein ist größer als in der Vergangenheit. Am Ende kann das der entscheidende Punkt sein. Das registrieren auch unsere Fans. Unsere Anhänger sind der Wahnsinn und ich freue mich schon jetzt auf die letzten Heimspiele der Saison.

SPORT1: Werden es die letzten im Trikot des FCK für Sie, falls der Aufstieg doch misslingt? Ihr Berater sprach davon, dass Sie in der nächsten Saison auf jeden Fall in der Ersten Liga spielen werden.

Orban: Ich habe in eine Glaskugel geschaut, aber nichts darin gesehen (lacht). Mein Ziel ist die Erste Liga, das ist bekannt. Meine Zukunft ist jetzt aber erst einmal das Spiel in Düsseldorf.

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